11.07.2016, 09:22 Uhr

"Wir waren vor dem Hype schon regional"

(Foto: Anton Riepl)
GALLNEUKIRCHEN/ENGERWITZDORF. Schlachten, wie vor 50 Jahren, das ist in der Fleischmanufaktur von Anton Riepl ganz normal. "Wir waren vor dem Hype schon regional", sagt Riepl. Und Regionalität ist für den Unternehmer Altenberg, Alberndorf und Gallneukirchen und nicht Kühe vom Innviertel in die Steiermark transportieren. "Ich kenne jeden Kilometer, mit dem ein Fleisch gefahren worden ist", so der Gallneukirchner. Riepl wird von drei Schweinebauern beliefert, die einen Kilometer von der Fleischmanufaktur entfernt sind und die Rinder kommen aus maximal 10 bis 15 Kilometern. "Regionalität funktioniert nur mit Eigenschlachtung." In der Fleischmanufaktur werden in der Woche nur 30 Rinder geschlachtet und 200 Schweine. Riepl: "Bei den Rindern schlachte ich nur die besten Tiere, den Rest verkaufe ich lebend nach Linz weiter." Das Fleisch wird ebenso regional abgesetzt. Die Linzer Spitzengastronomie, wie Cubus, Pianino, Promenadenhof und ein paar mehr kaufen in Gallneukirchen.
Auch die meisten der 95 Mitarbeiter kommen aus der Region. Für seine Motivrouladen – das ist die Wurst beispielsweise mit Weihnachtsmotiven – erhielt das Unternehmen den OÖ Handwerkspreis 2015. "Wir sind einer der letzten Metzger überhaupt, die so etwas handwerklich machen", ist Riepl stolz.
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