03.08.2016, 20:00 Uhr

Lehrabschluss auch in Zukunft gefragt

Junge Menschen für eine Lehre in der Gastronomie zu motivieren wird eine wichtige Herausforderung bleiben. (Foto: Panthermedia.net/goodluz)

Im Jahr 2020 fehlen laut Prognose 37.000 Fachkräfte in Oberösterreich, davon 4.200 in der Region.

BEZIRK. Die aktuelle Auswertung des Fachkräftemonitors für Oberösterreich (www.fachkraefte-ooe.at) zeigt: Der Wirtschaft werden in Oberösterreich im Jahr 2020 rund 37.000 Fachkräfte fehlen, davon 4200 in der Region Traunviertel (Bezirke Vöcklabruck und Gmunden). Das sind mehr als doppelt so viele wie derzeit.

„Zwar kommt es bis zum Jahr 2019 noch zu einer Steigerung des Fachkräfteangebots, da jedoch die Nachfrage in den kommenden Jahren stärker wachsen wird, vergrößert sich die Fachkräftelücke und geht dann immer weiter auf“, erklärt Wirtschafts-Landesrat Michael Strugl die Entwicklung. Für das Jahr 2030 wird ein Engpass von 136.000 Fachkräften prognostiziert. Allein in der Region Vöcklabruck-Gmunden werden laut Fachkräfte-Monitor im Jahr 2030 ganze 19.200 qualifizierte Arbeitnehmer fehlen.

Besonders drastisch seien die Zahlen aus dem Bereich der Lehre: Von 2006 bis 2015 ist die Zahl der Lehrlinge in Oberösterreich um 11,5 Prozent gesunken. Prognostiziert wird, dass im Jahr 2020 alleine 16.000 Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Lehre fehlen werden, davon 2200 in der Region Traunviertel. Dies bestätigt auch Birgit Gerstl, ab 1. September stellvertretende Leiterin des AMS Vöcklabruck: "Vor allem in der Gastronomie und in der Metallbranche werden Menschen mit Lehrabschluss weiterhin sehr gefragt sein." Ebenso sei die Holzbranche im Bezirk auf der Suche nach Lehrlingen: "Wir haben viele kleine Tischlereien, die Fachkräfte benötigen."

Die größte Herausforderung für das AMS in den nächsten Jahren werde sein, Jugendliche für eine Lehre in diesen Berufen zu motivieren: "Wichtig ist, dass die jungen Menschen eine Ausbildung machen und sich danach auch weiterbilden. Denn wer nur einen Pflichtschulabschluss hat, ist am ehesten gefährdet, arbeitslos zu werden."
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