17.03.2016, 07:30 Uhr

"Die letzte Barriere ist in unseren Köpfen"

Szenenfoto: Essam Ferris, Irina Markovic und Serena Marija stellen die Flüchtlinge im neuen Spielfilm dar. (Foto: Artdeluxe)

Georg Redlhammer sprach mit uns über den neuen Film 'The Final Barrier' zur Flüchtlingsthematik.

BEZIRK. Ein Film, der international für Fuore sorgt. Robert Hofferer produzierte innerhalb von fünf Monaten 'The Final Barrier'. An seiner Seite: der Welser Koproduzent Georg Redlhammer, der bereits beim ORF, Audi und Volvo tätig war. Mit First League Communications ist er seit 2011 sein eigener Chef.

BezirksRundschau: Wann fiel die Entscheidung, einen Film zu diesem Thema zu drehen?
Redlhammer: Sie erinnern sich an das Profil-Titelbild, das ein totes Flüchtlingskind am Strand zeigt. Das war für Hofferer der Auslöser, etwas in diese Richtung zu machen.

Was ist die Kernbotschaft?
Es ist eine Parabel auf unsere Gesellschaft. Skeptiker, Befürworter, Enthusiasten, Gegner treffen heute aufeinander. Schlussendlich ist es die letzte Barriere in unserem Kopf, wie wir mit dem Thema umgehen, darum auch der Titel.
Mit dem Mittel des Spielfilms können wir die Botschaft einem breiten Publikum zugänglich machen. Echte Szenen, zum Beispiel vom ungarischen Bahnhof, wurden dabei eingebaut. Gedreht wurde hauptsächlich an der bosnisch-kroatischen Grenze, die die ungarisch-serbische Grenze darstellen soll.

Welche Aufgabe hatten Sie als Koproduzent?
Der Film wird nur mit Privatmitteln finanziert. Eine große Aufgabe war es, Geldgeber zu finden. Das war nicht leicht. Teils sind wir auf große Ablehnung gestoßen. Aber wir haben Firmen gefunden, die begeistert waren. Ein Großteil der Gelder kommt aus Oberösterreich.

Wie groß ist die Crew?

Zum Team gehören 12 Schauspieler, mehr als 400 Statisten, ein Kameramann, ein Regisseur und die Assistenz, Robert Hofferer und ich. Dabei hat ein Großteil der Crew selbst einen Migrationshintergrund. Das macht den Film authentisch.

Wann ist Kinostart?
Wir haben den Film, der auf Englisch gedreht wurde, bei internationalen Festivals wie Cannes eingereicht. Erst danach wird der genaue Kinostart festgelegt. Dieser ist für das erste Halbjahr geplant. Es wird eine OÖ-Premiere in Linz geben. In den nächsten zwei Monaten produzieren wir noch eine deutsche Sprachfassung.

Welche Reaktionen erwarten oder erhoffen Sie sich?
Ich glaube, dass dieser Film, einer der wichtigsten Filme zu diesem Thema ist in dem Jahr. Er zeigt, dass jetzt etwas beginnt, womit meine Kinder und die Kinder meiner Kinder zu tun haben werden. Es entsteht eine neue Gesellschaftsform.

Weitere Infos und Trailer unter www.the-final-barrier.com
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