01.07.2016, 10:13 Uhr

Kein "Wahlbetrug" in Götzens

Das offizielle Ergebnis der Gemeinde Götzens der BP-Stichwahl – daran ist nicht zu rütteln! (Foto: Land Tirol/Statistik)

Bgm. Josef Singer kontert Vorwürfe betreffend Unregelmäßigkeiten bei der Bundespräsidentenwahl

Das Thema "Neuansetzung der Bundespräsidentenwahl" ist derzeit ja in aller Munde – die Gründe dafür sind hinlänglich bekannt. In dieser Causa brodelt auch in Götzens die Gerüchteküche. Mehrere BEZIRKSBLATT-LeserInnen aus Götzens glauben zu wissen, dass es bei dieser Wahl "Unregelmäßigkeiten" gegeben hat. Dort soll das Ergebnis vom Wahlleiter zuerst falsch an die Bezirkshauptmannschaft weitergeleitet und erst "nach Protest" korrigiert worden sein. Dass die "Erstmeldung" zugunsten von Alexander Van der Bellen ausgefallen sein soll, wird ebenfalls noch angemerkt.
Das offizielle Ergebnis der Gemeinde Götzens sieht allerdings Norbert Hofer mit 53,58 % (883 Stimmen) zu 46,42 % (765 Stimmen) klar in Front. Anmerkung in einem Schreiben: "Viele Menschen in Götzens sind dadurch verunsichert!"

Aufklärung

Bgm. Josef Singer will mit den Fakten zur Causa nicht hinterm Berg halten, sondern die Situation aufklären: "Tatsächlich hat entweder der Amtsleiter oder eine unserer Sekretärinnen die Zahlen falsch von der Tafel abgeschrieben und der Bezirkswahlbehörde gemeldet. Die Zeilen wurden verwechselt und damit falsch zugeordnet. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass alle Mitglieder unterschrieben haben. Der Amtsleiter hat aber auf eigene Initiative – von einem Protest ist mir nichts bekannt – nach Sichtung der Wahlergebnisses im Web-Portal der Bezirkswahlbehörde die korrigierten Daten um ca. 17 Uhr übermittelt."

Keine Verunsicherung

Eine "Verunsicherung der Bevölkerung" sei für ihn nicht sichtbar, so der Bürgermeister. "Einen Verlust der Glaubwürdigkeit kann es wohl nur bei bewußt falschem Handeln geben. Das ist hier sicher nicht der Fall."
Josef Singer will aus dem Vorfall aber auch eine Lehre ziehen:"Künftig werden alle Mitglieder der Wahlkommission im Wahllokal bleiben, bis alle Unterlagen vollständig ausgefüllt und kontrolliert wurden. Wer jedenfalls mehr zu diesem Vorfall wissen will, braucht keine Gerüchte zu streuen – im Gemeindeamt ist alles einsehbar und ich gebe auch gerne die gewünschten Auskünfte!"
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