06.07.2016, 00:01 Uhr

So errechnete die Uni den neuen Europameister

Geht es nach Quoten und Berechnungen, können entweder Frankreich oder Deutschland den EURO-Pokal am 10. Juli mitnehmen.

Der Statistiker Prof. Achim Zeileis von der Universität Innsbruck „berechnete“ mit einem speziellen Modell den wahrscheinlichsten Fußball-Europameister.

Das statistische Modell, das gemeinsam mit Kollegen der Wirtschaftsuniversität Wien erarbeitet wurde, beruht auf Buchmacherquoten. Mit dem Modell wurden bereits das EURO-Finale 2008, der Welt- und Europameister Spanien von 2010/2012 und 2014 drei von vier WM-Halbfinalisten richtig vorausberechnet. Es beruht auf den Quoten von 19 Online-Wettanbietern, das mit komplexen statistischen Rechenmodellen und der Simulation von vielen unterschiedlichen Spielvarianten und Ergebnissen „verfeinert“ wurde.

Überraschungen haben sich daraus nicht ergeben: Frankreich (21,5 %) und Deutschland (20,1 %) wurden als „wahrscheinlichste“ Europameister aufgewiesen. Hier werden nicht wenige Fans einwenden, diese Prognose auch ohne Expertenberechnungen gestellt zu haben – die bisherigen Ergebnisse bestätigen das auch.

Interessanter wird es bei den weiteren Vorhersagen: Laut Berechnungen der Uni-Experten liegen auf den nächsten Quotenplätzen Spanien (13,7 %), England (9,2 %) und Belgien (7,7 %) – diese Tipps haben sich mittlerweile bekanntlich erledigt.
Dass sich auch alle universitären Rechenmodelle und Buchmacherquoten bei der Einschätzung der österreichischen Mannschaft blenden ließen, mutet beinahe schmerzvoll an. Österreich wurde von den Buchmachern als neuntstärkstes Team eingeschätzt. Schlussfolgerung: Die Chancen auf das Viertelfinale lagen mit 34,9 % durchaus gut – aber wie gesagt: Im Nachhinein wissen auch wir es besser.

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