10.06.2016, 11:42 Uhr

Public Viewing am Hauptplatz: Vorsicht vor Langfingern!

Die Fan Arena am Hauptplatz: Leider auch für Taschendiebe ein Magnet. (Foto: Archiv)

Die Polizei verstärkt Kontrollen in der "Fan Arena" zur Zeit der Euro.

"Eine gute Idee" dachten sich die Stadtväter und willigten einer Public-Viewing-"Fan Zone" am Hauptplatz während der Fußball-Europameisterschaft zu. Menschenansammlungen, vor allem, wenn Alkohol mit im Spiel ist, ziehen aber auch die Gauner an. Und so warnt das NÖ-Polizeikommando: "Bei großen Menschenansammlung wie Public-Viewings haben Taschendiebe Hochkonjunktur.
Taschendiebe sind meist internationale Täter, arbeiten zumeist in Teams und sind sauber und adrett gekleidet, besonnen und ruhig. In letzter Zeit hat sich gezeigt, dass speziell „geschulte“ Kinder (vorwiegend rumänische Straßenkinder) zum Stehlen ausgeschickt werden. Taschendiebe sind flink und gelenkig.
Gerade bei Public Viewing herrscht oft eine gewisse "Lockerheit". Diese teilweise durch Alkoholkonsum begünstigte Urlaubsstimmung nutzen Diebe für ihre Straftaten. Der beste Schutz vor diesen kriminellen Machenschaften sind Wachsamkeit und eine an die jeweilige Situation angepasste Vorsicht.
Wiener Neustadts Polizei-Stadthauptmann Dr. Anton Aichinger gibt die Parole für die Euro am Hauptplatz vor: "Wir haben am Hauptplatz periodische Überprüfungen, besonders dann, wenn Spiele ins Haus stehen, die stark besucht werden."

Beute:

Bargeld ist am beliebtesten. Mit Bankomatkarten kann schnell ein großer Schaden entstehen, weil gleich nach dem Diebstahl Geldbeträge behoben werden. Kreditkarten werden von den Dieben selbst oder von anderen Tätergruppen zu Geld gemacht.

Tricks:

Taschendiebe gehen mit ihrem Opfer auf „Tuchfühlung“. Erst wird es angerempelt, dann bestohlen. Eine andere sehr beliebte „Masche“ ist es, die Opfer mit Eis, Ketchup oder Senf zu beschmutzen. Die Täter sind beim Abwischen behilflich und können so unbemerkt in die Taschen greifen. Als weiterer Trick ist bekannt, dass die Täter ihre Geldbörse fallen lassen. Das Opfer hilft beim Aufsammeln der Münzen. Danach fehlt dem Opfer z.B. die Handtasche oder die Geldbörse.

Blicke:

Taschendiebe konzentrieren sich voll auf ihr Opfer. Sie haben nur ein Ziel vor Augen: die Tasche mit der Beute. Sie meiden die Blicke ihrer Opfer, um später nicht wieder erkannt zu werden. Taschendiebe brechen ihr Vorhaben beim leisesten Verdacht auf Gefahr ab und suchen nach einem anderen Opfer.

Tatorte:

Ein reiches Betätigungsfeld finden Taschendiebe im dichten Gedränge bei Großveranstaltungen, zu Stoßzeiten in Straßenbahnen, der U-Bahn oder der S-Bahn, auf Bahnhöfen oder Rolltreppen. An diesen Orten sind die Besucher oder Fahrgäste auf andere Dinge konzentriert und achten weniger auf ihre mitgeführten Gegenstände oder Geldbörsen.

Zur Prävention wird empfohlen:
· Niemals viel Bargeld bei sich tragen – verzichten Sie auch auf unnötige Wertsachen
· Tragen Sie Geld, Kreditkarten und Papiere getrennt und in verschiedenen, verschlossenen Innentaschen möglichst dicht am Körper
· Bewahren Sie den Code Ihrer Kreditkarte nicht gemeinsam mit Ihrer Karte auf
· Vermeiden Sie das Hantieren mit größeren Geldmengen
· Tragen Sie im Gedränge Ihre Tasche oder Rucksack verschlossen und vor dem Körper oder fest unter dem Arm
· Vorsicht bei Handtaschen mit Magnetverschlüssen
· Im Gedränge besondere Vorsicht walten lassen
· Seien Sie misstrauisch, wenn Sie angerempelt werden – lassen Sie sich nicht ablenken
· Hängen Sie Ihre Tasche bei Lokalbesuchen nicht auf die Stuhllehne
· Lassen Sie Ihre Tasche und Ihre Wertsachen nie unbeaufsichtigt

Dr. Aichinger: "Sollten Sie dennoch Opfer von Taschendieben geworden sein, erstatten Sie umgehend Anzeige auf der nächsten Polizeidienststelle." Im Falle des Hauptplatz-Events wäre dies die Dienststelle am Burgplatz2, Tel.: 059 1333 391100
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