18.04.2016, 15:18 Uhr

Innovationen für die Region

Die "Durchdringung" der Dirndlfrucht im Pielachtal sieht Michael Gansch auch als Vorbild für die Elsbeere. (Foto: Holzmann)

Die Bezirksblätter baten Michael Gansch, Leadermanager der Region Elsbeere Wienerwald, zum Interview.

REGION. Die Region hat wieder Leader-Status erreicht. Welche konkreten Projekte sind bis 2020 geplant?
Michael Gansch: "Wir planen in den nächsten Jahren vor allem touristische Projekte. Weil 2018 wieder ein Schiele-Gedenkjahr sein wird, planen wir rund um den 100. Todestag des Malers diverse Aktivitäten. Ähnlich wie 2012 in der Region. Da geht es vor allem um kulturhistorische Sachen, die möglicherweise auch länger bleiben und in Richtung Infrastruktur gehen. Wir freuen uns über alle Ideen. Gemeinsam mit dem Wienerwald-Tourismus schauen wir uns auch sehr intensiv das Thema Radfahren an.
Außerdem wollen wir kulturhistorisches Potenzial aus der Region aktivieren. Das betrifft auch ein anderes Ziel in unserer Strategie, nämlich regionales Wissen weiterzugeben. Das kann beispielsweise Kulinarik, altes Handwerk oder die Ausbildung zu authentischen Kulturführern aus der Region bedeuten."

Im Jänner gab es einen Workshop?
"Wir wollen die Menschen wieder zum Lesen und zum Schreiben bringen. Wir haben das „Lesen – Schreiben – Hören – Erzählen“ genannt und wollen den Veranstaltungen der Bibliotheken und Mediatheken in der Region unter die Arme greifen. Eine Überlegung geht auch in Richtung Schreibwerkstätten, die die Menschen motivieren sollen, selber etwas zu machen. Das können auch Schulprojekte sein."

Welches Budget steht zur Verfügung?
"In Summe stehen für die Periode 2,6 Millionen Euro reines Fördergeld zur Verfügung, was sich dann auf die Projekte noch aufdoppelt. Wenn du ein 50.000-Euro-Projekt einreichst, musst du ja Eigenmittel aufbringen, daher sind schon größere Projekte möglich."

Um die Elsbeere ist es etwas still geworden...
"Wir können bis zu einem gewissen Grad immer nur in Projekten denken. Wenn wir etwas einreichen, haben wir wieder ein Budget. Das muss auch immer Neues in sich bergen, also einen Innovationscharakter haben. Gerade in diesem Regionalproduktthema, wo die Elsbeere als Leitfrucht positioniert und dementsprechend auch mitgetragen werden soll. Die Elsbeere muss natürlich auch in den Orten erhältlich sein. Es genügt nicht, wenn es nur in Michelbach und Stössing Elsbeerprodukte gibt. Im Idealfall müsste der Stadtgreißler oder der Steghof oder, in den Orten, der kleine Nahversorger ein gewisses Mindestmaß an Elsbeerprodukten haben. Das wäre unser Ziel."
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