Welttierschutztag
Tierischer Besuch in der Redaktion der BezirksZeitung

Redaktionshase Samsi schaute im Büro vorbei und fühlte sich sichtlich wie zu Hause.  | Foto: Patricia Hillinger
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Am Welttierschutztag, 4. Oktober 2022, stehen die Vierbeiner im Vordergrund. Laut dem TierQuarTier Wien, werden jährlich bis zu 400 herrenlose Tiere gemeldet. Die BezirksZeitung hat sich im Quartier erkundigt und bekam Besuch von Schlappohr Samsi.

WIEN. Wer hätte das gedacht? Noch nie zuvor gab es so viele ausgesetzte Kaninchen in Wien, wie im Jahr 2022. Thomas Benda, Betriebsleiter des TierQuarTier Wien hat folgende Vermutung: "Gerade während dem Lockdown kam es zur vermehrten Anschaffung von Haustieren. Kaninchen gibt es in Tierhandlungen. Die sind relativ günstig, auch in der Haltung. Es wird ein Kleintier ohne viel zu überlegen und aus Langeweile angeschafft und, wenn der Alltag einkehrt und die Zeit zur Betreuung fehlt, wenig später ausgesetzt."

Redakteurinnen und Redakteure freuten sich über den flauschigen Besuch am Welttierschutztag.  | Foto: Patricia Hillinger
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Auch Samsi, der Redaktionshase, musste diese schreckliche Erfahrung machen. Er lebte auf einer Farm, wurde von einer Familie gekauft und Monate danach in einem erbärmlichen Zustand wieder zurückgebracht bzw. in der Nacht ausgesetzt. Gut, dass er nun ein liebevolles neues zu Hause gefunden hat. Viele Tiere haben allerdings nicht so viel Glück und verenden qualvoll.

Eine Anschaffung vorher gut überlegen

Die momentane finanzielle Krise, könnte ebenso einer der Hauptgründe sein, warum viele Tiere in der Stadt sich selbst überlassen werden. Das Hundefutter wird zu teuer, Leute müssen mehr Arbeiten, haben weniger Zeit für Haustiere und finden als letzte Lösung nur noch den Straßenmast, in der Hoffnung, dass ihr Vierbeiner bei einer neuen Familie landet. Doch ist das wirklich die beste Lösung? Jeder Mensch, der sich ein Tier nimmt, ist auch verantwortlich dafür. In guten wie in schlechten Zeiten. 

So viele Kaninchen wie noch nie wurden 2022 in Wien ausgesetzt. | Foto: Houdek
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Man sollte sich vor der Anschaffung überlegen, ob man Zeit und Geld für das Tier aufwenden kann und gesundheitlich fit genug ist: "Hunde und Katzen leben bis zu 20, Kaninchen bis zu 10 Jahren. Das muss man sich bewusst sein", so Benda.

Bevor man nicht mehr weiter weiß, kann man sich an Stellen wenden, die einem weiterhelfen. Eine davon, ist das TierQuarTier Wien. Laut Benda sind die Anrufe von Menschen, die nicht mehr wissen wohin mit ihrem Tier, stark gestiegen. Welpen, Katzenfamilien und Nager landen im Karton im Müll. Grausam aber wahr.

"Wiens Tierheime sind derzeit voll", weiß Thomas Benda. Sein Ratschlag: "Auf Social Media kann man sich privat auf die Suche von Menschen begeben, die das Tier gerne aufnehmen möchten." Thomas Benda merkt hierbei an, dass auch das TierQuarTier ausgesetzte Tiere abholt bzw. aufnimmt.

Viele Hunde warten im Quartier auf ein neues zu Hause und vor allem Liebe.  | Foto: Houdek
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"Allerdings besitzen wir nur ein Fahrzeug. Daher bitten wir um Verständnis, dass es uns nicht möglich ist, auf die Suche nach Fundtieren zu gehen, die streunend auf der Straße gesichtet werden." Beim Einfangen hilft die Polizei (Notruf: 133). Um alles weitere kümmert sich dann das Quartier, heißt es. 

Hohe Strafen bis zu 7500 Euro

"Fakt ist, dass die Aussetzung von Tieren bestraft wird. Wir bitten daher die Bevölkerung stets um Hilfe, wenn solche Straftaten gesichtet werden."

Das TierQuarTier kümmert sich um ausgesetzte Tiere. Eine Anschaffung muss wohl überlegt sein. Tiere wie Müll zu entsorgen ist nicht nur grausam, sondern wird auch hoch bestraft.  | Foto: PID/Houdek
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Ganz wichtig sei es, seine Haustiere chippen zu lassen, vor allem die Katzen: "Haustiere, wie streunende Katzen, sollten, für den Fall, dass sie zum Beispiel vom Nachbarn etc. gefunden werden, gechippt sein. Das erleichtert die Suche nach dem Besitzer des Tieres und erspart vor allem dem Tier, so manchen Stress."

Spenden werden immer gerne angenommen

Das TierQuarTier kümmert sich wie gesagt um herrenlose Tiere, daher sind Spenden aller Art immer gern gesehen: "Vor unserem Haus haben wir Container. Wir freuen uns über diverse Leckerli, Hunde und Katzenfutter, ausgenommen vom Hersteller Clever, denn da bekommen unsere Tiere Durchfall", erklärt er. Geeignete Spielzeuge werden ebenso gerne angenommen. Auch warme Decken, allerdings nicht gefütterte, "die werden nämlich speziell von Hunden gerne aufgerissen und zerstört."

Hotline für gefundene Tiere

Für gefundene Tier gibt es eine Hotline der Stadt Wien namens "Fundservice für Haustiere":
01/4000 80 60
sowie eine für Wildtiere:
01/4000 49 090

Infos zum TierQuarTier: 
TierQuarTier Wien
Süßenbrunner Straße 101
1220 Wien

Tel: 01 734 11 02 – 0

office@tierquartier.at
www.tierquartier.at

Spendenkonto

UniCredit Bank Austria
BLZ: 12000
Konto-Nr.: 10013699342
IBAN: AT59 1200 0100 1369 9342
BIC: BKAUATWW

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