Dornbirner inatura
Gesellschaftlich relevant

Die aktuelle Sonderausstellung der inatura zum Thema Beziehung - Mensch ist nicht nur attraktiv - ist sehr lehrreich und gibt viele Anregungen.
  • Die aktuelle Sonderausstellung der inatura zum Thema Beziehung - Mensch ist nicht nur attraktiv - ist sehr lehrreich und gibt viele Anregungen.
  • Foto: Inatura Dornbirn
  • hochgeladen von Christian Marold

Inatura-Sonderausstellung zum Thema Beziehung Mensch - Tier

Die inatura in Dornbirn greift auch brisante, gesellschaftlich relevante Themen auf. Jüngstes Beispiel: „Weiß der Geier! Was die Tiere bedeuten“ lautet der Titel der Sonderausstellung.

An den großen Erfolg der vergangenen Sonderausstellung „Wir essen die Welt“ will man in der inatura anschließen. Knapp 114.000 Menschen besuchten die Ausstellung, 276 Kinder- sowie Schülergruppen buchten dabei das pädagogische Programm. „Es geht um einen niederschwelligen Zugang“, sagt die naturwisschenschaftliche Chefin der inatura, Ruth Swoboda. „Darüber hinaus ist es heutzutage gesellschaftlich enorm wichtig, Menschen zum Tun zu bewegen. Wir geben in der Ausstellung Anregungen für den eigenen Alltag“, ergänzt der Geschäftsführer, Peter Schmid.
Mythen, Märchen, Marketing – zu allen Zeiten fand die Kultur des Menschen im Verhältnis zum Tier einen sichtbaren Ausdruck. Tiere wurden gefürchtet und verehrt, gejagt, gezüchtet, geliebt und auch gegessen. Menschliche Eigenschaften wurden den Tieren angedichtet und auch tierische Attribute wurden so manchem Menschen zuerkannt. Mächtige Herrscher trugen Löwen, Bären oder Adler in ihrem Wappen. Andere Zeitgenossen werden auch heute noch oft dummer Esel, kleines Ferkel, schlauer Fuchs oder auch diebische Elster genannt.

In allen Religionen spielen Tiere eine mythologische Rolle - die großen Märchenklassiker sind von gestiefelten Katern, verzauberten Fröschen und hässlichen Enten bevölkert, die sich oftmals in wunderschöne Schwäne und Prinzen verwandeln.

In der heutigen Industriegesellschaft sind Tiere Teil dieser Pop-Kultur und Werbeträger für nahezu jede Art von Produkt. Die Ausstellung beleuchtet aber auch das Überschreiten einer Schwelle hin zur industriellen Tierhaltung. Plötzlich wurde das Tier zur effizient produzierten Handelsware. Gesunde Kreisläufe gerieten aus dem Takt und zu oft bezahlten Bauern aber natürlich auch die Tiere den Preis dafür. In der Ausstellung kann man nachlesen: „Zu bedenken ist dabei immer: Unsere eigene Existenz ist untrennbar mit Natur und Tierwelt verbunden. Im Kreislauf der Natur ist der Mensch jedoch entbehrlich. Die Biene ist es nicht.“

Die Sonderausstellung wurde mit höchsten Ansprüchen an die Museumskultur gestaltet und ist bis 2. September 2020 zu sehen (täglich 10 bis 18 Uhr).

Autor:

Christian Marold aus Feldkirch

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