„Grüß euch Gott alle miteinander!“
BADEN. Lebendig und humorvoll, üppig grün und auch ein bisschen bissig wird die erste Sommerproduktion der Bühne Baden, wenn im Juni Carl Zellers Operette Der Vogelhändler Premiere in der zauberhaften Sommerarena feiert. Mit viel Augenzwinkern und einer großen Portion Lokalkolorit wird die herzliche und zugleich anrührende Geschichte rund um die resolute Postbotin Christel und ihren charmanten Vogelhändler Adam auf die Bühne gebracht. Zellers Meisterwerk vereint mühelos ländliche Frische, Wiener Charme und feine Ironie mit Evergreens wie „Ich bin die Christel von der Post“, „Wie mein Ahnl zwanzig Jahr’“ oder das unsterbliche „Schenkt man sich Rosen in Tirol“.
Verena Tranker und Clemens Kerschbaumer schlagen sich als Christel und Adam tapfer durch das Dickicht aus Standesunterschieden, Missverständnissen und raffinierten Intrigen am fürstlichen Hof. Ein humorvolles Wiedersehen gibt es mit den Publikumslieblingen Oliver Baier als Baronin Adelaide und Natalia Ushakova als Fürstin Marie Hohenfels. Verena Scheitz bzw. Lilly Kugler-König und Caroline Athanasiadis begleiten das Publikum als Gesellschaftsreporterinnen durch das Stück, beobachten und kommentieren das Geschehen auf der Bühne und sorgen so für die heutige Perspektive. In weiteren Rollen sind Andreas Lichtenberger, Ricardo Frenzel Baudisch und Beppo Binder zu sehen.
Kreatives Team der Bühne Baden
Regie führen Francesc Abós und Barbara Spitzer, die in ihrer Bearbeitung nach einer Konzeptidee von Michael Lakner besonders viel Wert auf die einzelnen Charaktere und ihre Beweggründe legen – aber auch auf deren Veränderung im Lauf des Stücks; ein Aspekt, der sich auch im Bühnenbild von Stephan Prattes zeigt.
Die Zuschauerinnen und Zuschauer dürfen sich auf ein ungewöhnliches Bühnenkonzept freuen, in dem die Natur nicht nur eine zentrale Rolle spielt, sondern fast als eigener Charakter auftritt: Sie wächst, verändert sich, erwacht gemeinsam mit den Figuren auf der Bühne zum Leben und spiegelt dabei die Stimmungen, Beziehungen und die Entwicklungen der Handlung wider.
Für die Kostüme zeichnet Friederike Friedrich, für die Choreografie Francesc Abós verantwortlich. Die musikalische Leitung liegt in den bewährten Händen von Michael Zehetner.
Drei Zeitebenen
Ein Operetten-Event, ein Gesamtkunstwerk, eine Produktion mit vielen Überraschungen: So wollen Francesc Abós und Barbara Spitzer Carl Zellers Meisterwerk Der Vogelhändler auf die Bühne der Sommerarena bringen. In ihrer Inszenierung denken sie dabei nicht nur eine oder zwei, sondern gleich drei Zeitebenen mit: die Entstehungszeit der Operette, die Zeit, in der die Handlung spielt, und die heutige Perspektive. „Diese Ebenen greifen ineinander und helfen dabei, Sprache, Humor und gesellschaftliche Bilder besser zu verstehen. Manche Dinge würde man heute anders formulieren – und genau diese Gegensätze machen wir bewusst sichtbar“, so das Regieteam.
Premiere ist am 26. Juni 2026 um 19.30 Uhr in der Sommerarena
Weitere Vorstellungstermine:
2., 8., 9., 17., 18., 25., 29. & 31. Juli 2026
6., 8., 12., 19., 20. & 27. August 2026
Einführungsgespräch: am So. 21. Juni, 10:30 Uhr im Max-Reinhardt-Foyer
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