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Die Galerie im Schallerhaus lädt in diesem Frühjahr zu mehreren Ausstellungen von Künstlerinnen und Künstlern mit engem Bezug zu Mils ein. Marina Hatzl und Raimund Mayr zeigen zwei unterschiedliche, aber gleichermaßen spannende Zugänge zur künstlerischen Arbeit mit Material, Wahrnehmung und Struktur.
MILS. Die beliebten Ausstellungsräume im Gemeindeamt, die seit der Renovierung des Schallerhauses im Jahr 2003 als Plattform für heimische Kunst dienen, bleiben erneut ihrem Anspruch treu. Sie bieten regionalen Künstlerinnen und Künstler eine Plattform um ihre Werke und Gedanken sichtbar zu machen. Im Frühjahr erwarten Kunstliebhaberinnen und -liebhaber Ausschnitte aus dem künstlerischen Schaffen von Marina Hatzl und Raimund Mayr.
Stoffe für die Sinne
Den Auftakt macht Mitte April Marina Hatzl mit ihrer ersten Ausstellung „Stoff für die Sinne – Materialisierte Ideen“. In ihren Arbeiten werden Textilien zu Trägern von Gedanken, Erinnerungen und Empfindungen. Stoffe begleiten die Künstlerin seit ihrer Kindheit; das frühe Bedürfnis zu gestalten schärfte ihren Blick für Oberflächen, Spannungen und Übergänge. Auch wenn ihr beruflicher Weg zunächst in andere kreative Bereiche führte, blieb das Textile stets präsent – als Sprache und als Möglichkeit, Ideen sichtbar zu machen. Heute verbindet Marina Hatzl ihre Tätigkeit als Dekorateurin mit einer künstlerischen Praxis, in der sie Materialien kombiniert, Strukturen verfremdet und Gedanken „verstofflicht“. Ihre Werke bewegen sich zwischen Ordnung und Intuition, zwischen Planung und freiem Spiel und laden dazu ein, mit den Augen zu fühlen und mit den Händen zu denken. Die Ausstellung ist eine Einladung zum Innehalten, zum genauen Hinsehen und zum Spüren. Die Vernissage findet am Donnerstag, den 16. April, um 18.30 Uhr statt.
Marina Hatzl zeigt ihre Kunst aus und mit Stoffen.
Im Mai folgt die Ausstellung „Gesehen – empfunden – gemalt“ von Raimund Mayr. Für den Künstler steht neben der Freude am Experimentieren mit unterschiedlichen Malgründen und „Farben“ vor allem die Sichtbarmachung der zugrunde liegenden Strukturen im Mittelpunkt. Seine Arbeiten entstehen im Spannungsfeld zwischen bewusster Gestaltung und der Eigengesetzlichkeit des Materials, dem er sich im Arbeitsprozess immer wieder aussetzt. Mayrs künstlerischer Weg führte von Innsbruck aus in die Welt der Malerei und wurde unter anderem durch Reiner Schiestl, die Gruppe 84, Fritzi Gerber, Franz Pöhacker und Peter Mairinger geprägt. Auch Malwochen – vor allem in der Toskana – beeinflussten sein bildnerisches Schaffen. Die Vernissage findet am Mittwoch, den 13. Mai, um 18 Uhr statt und wird musikalisch von Vohnwerk begleitet.
Die Ausstellungen sind jeweils zu den Öffnungszeiten des Gemeindeamtes sowie nach telefonischer Vereinbarung geöffnet. Öffnungszeiten: Mo–Do 7.30–12.30 Uhr, Fr 7.30–13 Uhr sowie Mi 13–16 Uhr.
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