Lafnitzgasse
Streckenänderung der Buslinie 510 sorgt für Aufruhr
- Bald soll die Buslinie 510 durch die Lafnitzgasse fahren. Die Anwohnerinnen und Anwohner des Grätzls sind darüber gar nicht erfreut. (Symbolbild)
- Foto: Dr. Richard / M. Scheer
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Bald soll die Buslinie 510 durch die Lafnitzgasse fahren. Die Anwohnerinnen und Anwohner des Grätzls sind darüber gar nicht erfreut.
WIEN/FLORIDSDORF. Bald wird sich die Streckenführung der Regionalbuslinie 510 in Floridsdorf ändern. Diese soll die Bewohnenden der Nordrandsiedlung besser ans Zentrum anbinden. Die Umstellung erntet aber auch Kritik: Anwohnende des Grätzls rund um die Lafnitzgasse fürchten eine Störung ihrer Lebenswelt, da der Bus durch die Gasse fahren wird.
Bisher hat der 510 die Gasse über die Lavantgasse umfahren: Die Stationen sind dabei Wien Iselgasse, Wien Pulkaugasse, Wien Lavantgasse/Schule sowie Wien Leopoldau. Die neuen Stationen werden Thayagasse/Ispergasse, Iselgasse/Lafnitzgasse und Lafnitzgasse/Pulkaugasse sein. Dafür muss die Einbahnregelung in der Lafnitzgasse umgedreht werden, die Rechtsvorrangregel wird aber beibehalten, um zu verhindern, dass die Gasse zu schnell durchfahren wird.
Beliebt bei Rad und zu Fuß
Eine Gruppe an Anwohnenden hat versucht, das Vorhaben der Streckenänderung zu stoppen. Besonders engagiert ist dabei Werner Wiedermann. Derzeit sei die Lafnitzgasse verkehrsberuhigt und beliebt bei Radfahrenden sowie Zufußgehenden.
- Derzeit sei die Lafnitzgasse verkehrsberuhigt und beliebt bei Radfahrenden sowie Zufußgehenden. (Symbolfoto)
- Foto: Pexels
- hochgeladen von Luise Schmid
Durchs Durchfahren des Busses würde die Verkehrssicherheit stark eingeschränkt werden. "Ich und meine Frau haben wirklich Angst, dass einmal ein Radfahrer, der die Lafnitzgasse ohne zu bremsen quert, vom Bus erwischt wird. Das endet mit Sicherheit furchtbar! Ich will das nicht erleben", sorgt sich ein Anwohner. Wiedermann führt aus, dass auf der geplanten Route nämlich mehrere unübersichtliche Querungen überfahren werden müssten. Die Anrainergruppe wurde kürzlich in die Verkehrskommission der Bezirksvertretung eingeladen, um ihr Konzept "Lafnitzgasse – Lebensraum für alle" zu präsentieren.
Alternative Strecke zu teuer
Ein wichtiger Teil davon ist natürlich eine alternative Streckenführung. Der Vorschlag war, den Bus über die geplante Route via Pinkagasse, Thayagasse, Iselgasse, dann jedoch weiter bis zur Lavantgasse zur bestehenden Route und via Lavantgasse und Aistgasse zur Endhaltestelle zu führen. Hierbei tut sich jedoch ein ausschlaggebendes Problem auf: Die Strecke ist etwas länger und kann wegen der Wirtschaftlichkeit nicht umgesetzt werden.
- Ein wichtiger Teil davon ist natürlich eine alternative Streckenführung, um die Lafnitzgasse zu umfahren.
- Foto: Werner Wiedermann
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Und die Vorteile liegen, laut Bezirksvorstehung, auf der Hand: "Die rund 800 Bewohnenden des bisher benachteiligten Gebiets zwischen Pinkagasse und Iselgasse sind so direkt an den Bahnhof Leopoldau angebunden." Die geänderte Linienführung soll ab Juni erfolgen.
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