Achtung bei "reizenden" Raupen
Der Eichenprozessionsspinner ist wieder unterwegs

Die Raupen des wärmeliebenden Nachtfalters sind nicht nur gefräßig, sondern auch wehrhaft.
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  • Die Raupen des wärmeliebenden Nachtfalters sind nicht nur gefräßig, sondern auch wehrhaft.
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Besucher des Schlossparks Schönbrunn sollten jetzt besondere Vorsicht walten lassen. Die Eichenprozessionspinner sind wieder aktiv. Diese können bei Menschen gesundheitliche Probleme auslösen.

HIETZING. Alle Jahre wieder kommt nicht nur der Sommer, sondern mit ihm auch die Eichenprozessionsspinner. Die Raupen des wärmeliebenden Nachtfalters sind nicht nur gefräßig, sondern auch wehrhaft.

Die zwei bis drei Zentimeter großen Raupen schlüpfen von April bis Mai und spinnen im fortgeschrittenen Stadium große Nester an geschützten Stellen am Stamm und in der Baumkrone.  "Bewaffnet" sind sie mit hauchdünnen, fast unsichtbaren Brennhaare (pro Raupe sind es rund 600.000) die eigentlich als effektive Verteidigungsstrategie gegen Fressfeinde gedacht sind. Leider sind sie auch für Menschen gefährlich.

Die mit Widerhaken besetzten Härchen brechen sehr leicht ab und setzen dann das Nesselgift Thaumetopoein frei . Diese können bei Berührung juckenden Hautausschlag, Bindehautentzündungen, Atemwegsreizungen oder Atemnot verursachen.

Hauptwege in Schönbrunn sicher

Seit einigen Wochen geht man in Schönbrunn gegen den Eichenprozessionspinner aktiv vor und setzt dabei auf ein biologisches Spritzmittel, wie Bundesgärten-Sprecher Günter Wimmer gegenüber der bz erklärt.

Bei dem Spritzmittel handelt es sich um ein Bakterium, das vor allem im Boden, aber auch an Pflanzen und in Insektenkadavern gefunden werden kann. Die von dem Bakterium produzierten Bt-Toxine werden zur Biologischen Schädlingsbekämpfung in der Land- und Forstwirtschaft und in der Bekämpfung von krankheitsübertragenden Stechmücken eingesetzt.

Der Einsatz zeigt Wirkung. "Die Belastung ist auf den normalen Werte der letzten Jahre zurückgegangen. Die Waldstücke im oberen Parkbereich Schönbrunn werden regelmäßig kontrolliert." so Günter Wimmer. Er warnt die Besucher allerdings vom Verlassen der Hauptwege. Auf Schleichwege durch den Schönbrunner Wald oder Abkürzungen sollte daher im Augenblick besser verzichtet werden.

Diese "Gespinste" niemals berühren!
  • Diese "Gespinste" niemals berühren!
  • Foto: Forstbetrieb der Stadt Wien
  • hochgeladen von Ernst Georg Berger

Die Mithilfe der Spaziergänger ist willkommen. Besucher, die Nester, (die großen Gespinsten ähneln) sehen, mögen das bitte beim Parkpersonal melden. "Wir schicken dann sofort einen Trupp los, der die Eichenprozessionsspinner bekämpft", so Wimmer. Die Nester werden eingesammelt und anschließend geflämmt. In keinem Fall soll man die Nester aber selbt berühren.

Achtung im Lainzer Tiergarten

Da es sich beim Lainzer Tiergarten um ein Waldgebiet handelt, werden bei der Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner im Lainzer Tiergarten keine Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Im Naturschutzgebiet beschränkt sich der Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien darauf, über das Risiko zu informieren.

Hinweisschilder warnen die Besucher. Bei großen Gespinsten werden auch regionale Absperrungen gemacht. Der Forst- und Landwirtschaftsbetrieb rät sich von Eichen, auf denen sich Raupen sammeln, fernzuhalten.

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