Jein für Straßenbahnlinie 13

Noch ein Traum für Susanne Jerusalem und ihre Parteikollegen: eine Bim in der Amerlingstraße | Foto: Grüne Mariahilf
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  • Noch ein Traum für Susanne Jerusalem und ihre Parteikollegen: eine Bim in der Amerlingstraße
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Machbar wäre es, die Buslinie durch eine Straßenbahn zu ersetzen. Davon sind nicht nur die Grünen überzeugt, sondern auch ein Verkehrsexperte. Doch die Wiener Linien sind sehr zufrieden mit dem 13A.

Eine Bim durch die Amerlingstraße – ein ungewohnter Anblick, doch nicht ganz so neu. Denn bis zum Jahr 1961 war dort bereits eine Straßenbahnlinie 13 unterwegs – auf dem Weg vom Südbahnhof bis zur Alser Straße. Damals gab es allerdings noch im 4., 5., 6. und 8. Bezirk einige eingleisige Abschnitte, die zu längeren Wartezeiten führten. Mit der neuen Linie 13, die den Bus 13A ersetzen soll, soll genau das verhindert werden.

Stärkste Buslinie Wiens
Die Forderung der Grünen, unter ihnen Mariahilfs BV-Stellvertreterin Susanne Jerusalem, wird durch eine Studie des Ingenieurs Martin Niegl unterstützt, wie die bz-Bezirkszeitung in der vergangenen Ausgabe berichtete.

Die Wiener Linien müssen Niegl und die Befürworter nicht überzeugen. Denn als Verkehrsbetriebe sind sie nur für die Umsetzung der Entscheidungen der Stadt Wien und der Bezirke zuständig, heißt es von Seiten der Wiener Linien. Mit dem 13A sind sie aber sehr zufrieden: „Die Linie 13A ist mit rund zwölf Millionen Fahrgästen pro Jahr die am stärksten nachgefragte Buslinie. In den Hauptverkehrszeiten während der Früh- und Nachmittagsspitzen fährt der 13A in einem der dichtesten Intervalle Wiens: 3 1/2 Minuten. Durch ­diese dichten Intervalle stehen genug Autobusse zur Verfügung. Zu Problemen kann es nur bei Staus oder anderen Fahrbehinderungen kommen.“

Jerusalem teilt diese Meinung nicht: „Ich bin in letzter Zeit oft mit dem 13A gefahren. Die Leute sind eingequetscht wie die Sardinen. Es muss sich was ändern, die Fahrgastkapazität muss erhöht werden. Am besten durch eine Straßenbahn“, ist die Bezirkspolitikerin überzeugt.

Probleme sehen die Wiener Linien bei einer möglichen Umsetzung: „Die Geografie macht eine Umstellung auf Straßenbahnbetrieb sehr schwierig. Aus den ­engen Gassen müsste der Autoverkehr komplett verbannt werden. Hunderte Parkplätze müssten aufgelassen werden, zumal die Straßenbahn von Falschparkern stärker betroffen ist als der Bus.“

Auch Renate Kaufmann kann sich für eine Straßenbahn nicht erwärmen: „Solange es keinen eigenen Gleiskörper gibt, macht eine Straßenbahn keinen Sinn. Ich bin dafür, dass der 13A Vorrang erhält und an möglichen Stellen auch eine eigene Busspur. Damit kann man einen Stau für den Bus umgehen.“
Vor kurzem hat sich Kaufmann mit einem Verkehrsexperten der MA 46 zusammengesetzt, um sich eine mögliche Linienführung anzusehen. Zu einem gröberen Problem würde es Ecke Gumpendorfer Straße/Hofmühlgasse kommen. „Hier ist der Radius so eng, dass man den Gehsteig verschmälern müsste.“ Dabei wurde der Gehsteig erst vor Kurzem verbreitert, damit auch Mütter mit Kinderwägen bequem dort gehen können.

Kosten-Nutzen prüfen
Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) lässt derzeit eine Studie erstellen, um zu prüfen, ob eine Straßenbahnlinie statt des Busses realistisch sei. „Man muss die Kosten und den Nutzen abwägen“, so ein Sprecher Vassilakous.

Noch ein Traum für Susanne Jerusalem und ihre Parteikollegen: eine Bim in der Amerlingstraße | Foto: Grüne Mariahilf
Ohne eigenen Gleiskörper ist für BV Renate Kaufmann eine Straßenbahn nicht vorstellbar. | Foto: Inführ

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