14.06.2014, 18:32 Uhr

Therapie für Seele & Magen

Ist es allein die selbstgezogene Erbsenschote oder die normlos gekrümmte Feldgurke, die Menschen aller Altersgruppen dazu veranlasst, in Hetzendorfer Erde zu buddeln? Oder steckt in uns allen nicht einfach die Lust, der Natur beim Wachsen zuzusehen?

Wilfried Lechner jedenfalls ist stolz auf seine 31 verschiedenen Tomatenpflanzen, wovon einige uralte Sorten sind, die längst aus dem Supermarktsortiment verschwunden sind. Die meisten dieser Paradeiser-Setzlinge hat sich der begeisterte Hobbygärtner bei der „Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt“, besser bekannt als „Arche Noah“ besorgt und auch wenn seine Nachtschattengewächse derzeit noch grün hinter den Ohren sind, kann man sich schon vorstellen, wie schmackhaft diese einen Salat edeln.

Die Referentin bei Wien Sozial, Irene Steinbacher-Havel geht sogar so weit, vom Nachbarschaftsgarten Hetzendorf (NaHe) als Therapiegarten zu sprechen, wobei Schauferl und Rechen die Handwerkszeuge sind, um die Seele einfach baumeln zu lassen, während die Melanzani täglich an Umfang zunehmen.

Sechzig Beete sind es, die im größten Nachbarschaftsgarten Wiens im Süden Meidlings seit zwei Jahren bewirtschaftet werden, und das Sommerfest am 14. Juni war ein würdiger Anlass dieses gelungene Nachbarschaftsprojekt zu feiern. Neben Schmankerln aus der Region (im wirklichen Sinne!) konnte man sich auch an einem zauberhaften Naturraum mitten in der Großstadt delektieren.

Wenn man so ein Projekt kennenlernt, kann man sich schon vorstellen, dass Wien zu den Städten mit der besten Lebensqualität der Welt gehört!

Verein NaHe - Nachbarschaftsgarten Hetzendorf
1120 Wien, Hetzendorferstr. 97/1/2/7
http://gartenhetzendorf.weebly.com/
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