15.10.2016, 16:09 Uhr

Feilschen gehört dazu

Die Idee des Flohmarkts stammt aus dem Spätmittelalter, als Fürsten dem Volk ihre Kleidungsstücke zur Verfügung stellten. Damit wurde anschließend gehandelt und so mancher Floh wechselte den Wirt.

Flohmarktarten:
Neben Kindersachenflohmärkten, Themenflohmärkten, wie Bücher-, Schallplatten-, oder Puppenbörsen und Spendenflohmärkten, deren Erlös einem wohltätigen Zweck zugute kommt, gibt es mancherorts bereits Nachtflohmärkte. „Wir sind auf verschiedenen Flohmärkten anzutreffen. Das Verhalten der Einkäufer schwankt dabei stark und ist auch regionsabhängig“, weiß Christoph Neuhauser.

Motive der Flohmarktbesucher:
Der Spaß am Feilschen und die zeitlich beschränkte Chance, Ausgefallenes oder Günstiges erwerben zu können, lockt Besucher an den Ort des Geschehens. Auch die soziale Komponente spricht für diese Märkte: Neben einfacher Unterhaltung finden immer wieder politische Gespräche auf Flohmärkten statt. „Darüber hinaus ist es eine Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen“, fügt Anita Weinmayer hinzu.

Einnahmenhöhe
Stark frequentierte Mödlinger Flohmärkte sind der Altstadtflohmarkt sowie der Kindersachenflohmarkt in der Spechtgasse. Barbara Karner: „Wir bieten die Sachen unseres Sohnes an. Die meisten Besucher kaufen gezielt ein. Bekleidung wird saisonbezogen erstanden – im Winter vorwiegend Jacken und dicke Pullover. Abhängig davon, ob wir nur Bekleidung oder auch Spielsachen verkaufen, sind unsere Einnahmen – mindestens jedoch 100 Euro.“

Flohmarktbudget:
Die meisten Besucher setzen sich ein Limit von 80 Euro. Nachdem Benötigtes erstanden wurde, wird weiter gustiert und eventuell eine Kleinigkeit dazu besorgt. Carina Kleiber: „Ich habe meinen beiden Kindern 5 Euro gegeben, damit können sie sich noch ein Spiel aussuchen.“

Andere Besugsquellen
Online Börsen nutzen Flohmarktbesucher kaum: Zu umständlich und verhältnismäßig teuer, „vor allem aber wollen die Kunden sehen, was sie kaufen“, weiß die Veranstalterin des Kindersachenflohmarkts Spechtgasse, Sibille Greicher. „Auch für die Aussteller ist es weniger Aufwand – bei rund 2.000 Besuchern besteht eine große Chance, ihre Sachen zu verkaufen.“

Was sich am Flohmarkt nicht mehr verkaufen lässt, wird nach Angabe vieler Standler, oftmals Bedürftigen geschenkt und erfüllt einen guten Zweck.
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