Herr der Schmetterlinge
"Die sind einfach alle wunderschön"

Momcilo Borek: "Ich freue mich immer so, wenn ab Frühjahr wieder Leben in den Garten kommt."
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  • Momcilo Borek: "Ich freue mich immer so, wenn ab Frühjahr wieder Leben in den Garten kommt."
  • hochgeladen von Maria Ecker

Momcilo Borek beobachtet und dokumentiert Schmetterlinge - und leistet damit einen Beitrag zur Forschung.

Kennen Sie die Schmetterlings-App von "Blühendes Österreich"?

EBREICHSDORF. "Bei mir im Garten gibt's nur Natur pur", sagt der Ebreichsdorfer Momcilo Borek. "Das mögen die Tiere." Borek ist Österreichs Schmetterlingskaiser: täglich verbringt er viel Zeit damit Schmetterlinge zu beobachten, sie zu fotografieren und dokumentieren. Abgespeichert wird alles in der Schmetterlings-App von "Blühendes Österreich".

"Wie eine Sucht"

"Angefangen hab ich vor etwa sechs Jahren", erzählt er. "Und es ist wie eine Sucht geworden." Ob im Garten, beim Spaziergang in Ebreichsdorf oder einer Wanderung in den Bergen: Momcilo Borek hält immer Ausschau nach Schmetterlingen. Mittlerweile sind es 13.154 Schmetterlinge, die Borek abgespeichert hat. "Ich hab ein Auge dafür entwickelt und kann die Schmetterlinge meistens auch benennen", so Borek. "Zumindest die Tagfalter kenne ich alle." Boreks Passion für Schmetterlinge ist aber mehr als eine charmante Leidenschaft. Er leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zu Schmetterlingsforschung. Indem er Fotos und Sichtungsort in der Schmetterlingsapp abspeichert, werden wichtige Daten zur Population österreichischer Schmetterlinge gesammelt. Laut "Blühendes Österreich" gelten bereits rund 50 Prozent aller heimischen Tagfalter als bedroht, einige der wichtigen Bestäuber seien bereits verschwunden. Pestizide, Verbauung, Monokulturen, Versiegelungen: das alles seien Gründe für das Verschwinden der Falter. Allerdings: laut Ronald Würflinger, Geschäftsführer von Blühendes Österreich, fehlten in Österreich die Daten, es gebe keine bundesweite Koordination. "Das ist Ländersache", sagt er. "Eigentlich wäre ein professionelles Biodiversitätsmonitoring notwendig." Hier setzt die App an: mit mittlerweile 20.000 Usern aus ganz Österreich ist sie laut "Blühendes Österreich" die größte Schmetterlings-Community in ganz Europa. „Der Erfolg der App hat unsere Erwartungen weit übertroffen. Seit Bestehen der App zählen wir über 430.000 Schmetterlings-Beobachtungen. Gemeinsam mit unserer Community wollen wir im heurigen Sommer die halbe Million knacken“, so Ronald Würflinger.

Sensationssichtung

Momcilo Borek zählt zu den fleißigsten Usern der App. Kaum ein Tag, an dem er nicht auf die Schmetterlingspirsch geht. Dabei gelang ihm eine Sensation: er entdeckte in Pottendorf die Berghexe. "Das ist eine sehr seltene Schmetterlingsart, die danach auch nicht mehr gesichtet wurde", erzählt er stolz. Neben dem Steinfeld gibt es laut Ronald Würflinger in ganz Österreich nur zwei oder drei andere Regionen, wo die Berghexe noch vorkommt. Ob selten oder nicht - Momcilo Borek erfreut sich an allen Schmetterlingen: "Es sind einfach wunderschöne Tiere und faszinierend zu beobachten mit welcher Leichtigkeit sich fliegen!" Entsprechend gestalte er auch seinen Garten: "Ich verwende kein Gift, keinen Torf, keine Chemie, wir haben hier viele Pflanzen zum Bestäuben, wie die fünf Schmetterlingsflieder." Fast täglich liege er in der Hängematte und beobachte die Tiere. "Das ist einfach das Meinige, ich freue mich immer so, wenn ab Frühjahr wieder Leben in den Garten kommt!"

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