21.06.2016, 12:21 Uhr

Volkstheater Wien im Jahr 2016/2017 mit dem Motto der "Gemeinschaft"

(Foto: (c)Bigstockphoto.com/ 81949811/photo.ua)
Das Motto Gemeinschaft und Zusammenhalt wird im Jahr 2016/17 im Volkstheater Wien groß geschrieben. Die Direktorin Anna Badora verspricht viel für die Saison. Es sind 20 Produktionen geplant, wovon neun Uraufführungen sind. Besonders praktisch für Besucher des Theaters von außerhalb sind die nahe gelegenen Übernachtungsmöglichkeiten. Den Auftakt am 09.09. sollten sich Freunde des Theaters nicht entgehen lassen, wenn eine Bühnenfassung von Katherine Anne Porters Roman Das Narrenschiff aufgeführt wird. Das Stück erzählt von einer schrägen Gesellschaft auf einem deutschen Passagierschiff 1933. Die Direktorin vertraut zudem weiterhin bewährten Regiekräften.

• Yael Ronen kommt aus Graz zurück und präsentiert Niemandsland
• Bardora selbst wird Medea inszenieren
• E. T. A. Hoffmanns Kunstmärchen Klein Zaches wird von Victor Bodó inszeniert und in einer Bühnenfassung von Péter Kárpáti aufgeführt
• Kasimir und Karoline wird von Philipp Preuss inszeniert
• Der Würgeengel wird inszeniert von Milos Lolic Jelineks Rechnitz
• In Nathan der Weise trägt Nikolaus Habjan den Religionsstreit mit Schauspielern und Puppen aus

Viele weitere Aufführungen


Christine Eder und Musikerin Gustav sind im Haupthaus zu sehen zur Revue Alles Walzer, alles brennt!. Molières Menschenfeind wird von dem jungen Talent Felix Hafner übernommen. Weiterhin eng mit dem Haupthaus verbunden bleiben soll der Standort Volx/Margareten. Fünf Uraufführungen aus den sieben Produktionen werden teilweise mit dem Max-Reinhardt-Seminar und dem Jungen Volkstheater entwickelt. Hose Fahrrad Frau vom jungen Oberösterreichers Stefan Wipplinger, Thomas Glavinics Mugshots in Eigenregie oder Barbi Markovics Superheldinnen gehören dazu.

Direktorin Anna Badora ist stolz auf das extrem erfolgreiche Junge Volkstheater, wie die laufende Saison gezeigt hat. In den vergangenen neun Monaten gab es mehr als 350 Veranstaltungen. Die Vernetzung in der Stadt mit 13 unterschiedlichen Kooperationspartnern aus den verschiedenen Bereichen soll in der nächsten Spielzeit vorangetrieben werden, wie die Sparten-Leiterin Constance Cauers verriet. Die Spielstätte Volx/Margareten ist unverzichtbar, da sich viele Formate einfach nicht für die Hauptbühne eignen, wie Bardora erklärt.

Lange Tradition


Das Volkstheater wurde 1889 im 7. Wiener Gemeindebezirk Neubau in der Neustiftgasse nach Entwürfen von Hermann Helmer und Ferdinand Fellner errichtet. Früher trug es den Namen Deutsches Volkstheater. Gegenüber ist das Naturhistorische Museum zu finden. Beim Wiener Volkstheater handelt es sich um eines der größten Theater im deutschsprachigen Raum. Gegründet wurde das Deutsche Volkstheater im gleichen Jahr der Erbauung durch den Dichter Ludwig Anzengruber und den Industriellen Felix Fischer vom Verein des Deutschen Volkstheaters. Der Name wurde gewählt, um es von den anderen Nationalitäten der Donaumonarchie zu unterscheiden und zum kaiserlichen Hofburgtheater ein bürgerliches Gegenstück zu schaffen. Heute führt eine Privatstiftung als GmbH das Volkstheater und erhält eine Förderung von der Stadt Wien und der Republik Österreich.

Weitere Info zum Thema der Gemeinschaft:
http://wien.orf.at/news/stories/2772240/
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