27.07.2016, 12:39 Uhr

Felsensturz am Felsenweg im Kurpark

(Foto: psb/zVg)
BADEN. Neben den ca. 90 ha Parkanlagen, 13 Kinderspielplätzen, des Straßenbegleitgrüns und mehr als 9.000 Stadtbäumen betreuen die Badener Stadtgärtner auch den als Erholungswald ausgewiesenen Stadtwald im Ausmaß von ca. 200 ha mit all seinen Einrichtungen, ca. 100 km Wanderwegen, Höhlen und auch alpinen Felswänden.

Große Herausforderung

Vor allem diese massiven Felsen vermitteln trügerische Sicherheit, stellen jedoch die Mitarbeiter der Abteilung Stadtgärten vor große Herausforderungen.
Zur Wahrung der Sorgfaltspflicht und zur Gewährleistung der Sicherheit der Parkbesuchenden, werden die Steilwände entlang der Karlsgasse, diesbezüglich relevante Teile des Wegerls im Helenental, der Hänge oberhalb der Helenenstraße sowie des Felsenweges alljährlich von einem Fachmann übergangen. Dieser kontrolliert die Wände auf lockeres Gestein und eventuelle Bewegungen der Schichten und bestätigt die Verkehrssicherheit. Im letzten Protokoll der Übergehung fand sich kein Hinweis auf eine Gefährdung im Bereich des Felsenweges.

Gesteinsbrocken lösten sich

Trotz dieser Vorsorge kam es in der Nacht vom 13. auf 14. Juli 2016 zu einem massiven Felssturz. Vermutlich auf Grund der ergiebigen Regenfälle und der kräftigen Windböen, die die in die Felsspalten wurzelnden Bäume in starke Schwingungen versetzten, gingen Gesteinsbrocken mit bis zu über einem Meter Durchmesser ab.

Weg bleibt vorerst gesperrt

Der Weg ist auf eine Länge von ca. 10 m verschüttet. Die Zerkleinerung bzw. der Abtransport wird sich sehr schwierig gestalten, da auf Grund der Steilheit bzw. der Enge des Weges kein Maschineneinsatz möglich ist. Die großen Brocken müssen an Ort und Stelle zerkleinert und mit Schiebetruhen ohne maschinelle Unterstützung abtransportiert werden.
Die Badener Stadtgärtner bitten um Verständnis, dass aus Sicherheitsgründen der Weg bis auf Widerruf gesperrt bleiben muss. Sicherungsmaßnahmen werden geprüft. Nach Wiederherstellung der Verkehrssicherheit wird der Weg wieder freigegeben.
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