06.04.2016, 08:55 Uhr

Beste Doktorarbeit

DI Dr. Gerold Hölzl hat 2015 an der Johannes Kepler Universität in Linz im Bereich Informatik promoviert. Seine Dissertation wurde nun als Beitrag der Linzer Universität beim Dissertationspreis der Gesellschaft für Informatik eingereicht – eine große Auszeichnung und ein deutlicher Hinweis auf die hervorragende Qualität der Doktorarbeit.

Der Dissertationspreis ist eine der bedeutendsten Auszeichnung innerhalb der deutschsprachigen Informatik. Getragen wird dieser Preis von der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), der Schweizer Informatik Gesellschaft (SI), der Österreichischen Computergesellschaft (OCG) und dem German Chapter of the ACM (GChACM). Jede Hochschule mit Promotionsrecht darf eine Promotion für diesen mit 5000,00 Euro dotierten Preis vorschlagen. Die Freude bei Gerold Hölzl war also groß, als er erfuhr, dass seine Dissertation von den entsprechenden Gremien der JKU ausgewählt und damit zur besten Doktorarbeit des Jahres 2015 im Bereich der Linzer Informatik bestimmt worden war.

DI Dr. Gerold Hölzl hat 2002 an der HTL Braunau in der Abteilung Elektronik/Technische Informatik im damaligen schulautonomen Zweig „Umweltmesstechnik“ (jetzt Bionik) maturiert und anschließend Informatik an der JKU studiert. Nach seinem Diplomstudium arbeitete er als Universitätsassistent an dem von Univ.-Prof. Mag. Dr. Alois Ferscha geleiteten Institut für Pervasive Computing und promovierte 2015 mit Auszeichnung zum Thema “zielorientierte Aktivitäts- und Kontexterkennung mit dynamisch variierenden Sensorensembles”. Seit August 2015 arbeitet er als akademischer Rat im EISLab – Embedded Interactive Systems Laboratory – bei Univ.-Prof. Dr. Matthias Kranz an der Universität Passau und bereitet sich dort auf seine Habilitation vor.

Gerold Hölzl forscht und forschte erfolgreich in grundlagenorientierten und angewandten Forschungsprojekten auf europäischer und nationaler Ebene. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Themengebieten Eingebettete Intelligenz & Pervasive Computing, Aktivitäts- und Kontexterkennungssysteme, Maschinelles Lernen & Mustererkennung, Sensor-Netzwerke und Mobile Computing.

„Die Integration einer Vielzahl von Sensoren und intelligenten Geräten in ein kooperatives Netzwerk wird in Zukunft immer wichtiger. Es kann sich dabei entweder um am Körper zu tragende (z.B. Smartphones, Smartwatches) und/oder in der Umgebung (z.B. Beacons) angebrachte Systeme handeln. Die Vision ist es, ein hochkomplexes, intelligentes Netzwerk aus Milliarden von vernetzten Sensoren zu verwirklichen. Mit Hilfe der gewonnenen Informationen können technische Systeme lernen, menschliche Aktivitäten und ihre Bedeutung auf unterschiedlichster Ebene zu verstehen. Maschinelles Lernen und Methoden der mathematischen Mustererkennung bieten Werkzeuge um diese Daten in Echtzeit interpretieren zu können. Statistische Modelle ermöglichen es, die erfassten Sensordaten in semantische, für Menschen und Maschinen verständliche Informationen zu übersetzen. Daraus abgeleitete Kontext- und Aktivitätsinformationen können als Ausgangsbasis für neuartige, intelligente, eingebettete Systeme verwendet werden, um innovative Benutzungserlebnisse und Anwendungen zu generieren. Der Fokus meiner Arbeiten liegt auf der Entwicklung und Implementierung dieser Systeme. Sie sollen menschliche Aktivitäten bzw. menschliches Verhalten in unterschiedlichen Anwendungsszenarien (z.B. SmartHomes, SmartCars und Arbeitsprozessen mit Cyber-Physischen-Systemen) verstehen um die “wirklich” intelligenten Systeme der Zukunft zu bauen“, erklärt der Informatikspezialist seine Forschungsgebiete näher.

Neben seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit, ist er begeisterter Hobbyläufer und Biker, interessiert sich für Wirtschaft und Politik sowie für Natur, Design, gutes Essen, Kochen und Wein. Auf seine HTL-Zeit in Braunau blickt er mit sehr positiven Erinnerungen zurück „Für mich waren die 5 Jahre an der HTL Braunau die Zeit, in der Interessen geweckt, Begabungen erkannt wurden und ich mir Fertigkeiten angeeignet habe, die mir bis heute immer noch von großem Nutzen sind. Trotz, oder gerade wegen der 40 Wochenstunden inklusive Samstagvormittag war es für mich eine der schönsten Zeiten. Es hat Spaß gemacht, mit den Lehrern in einem fast freundschaftlichen Verhältnis auch außerhalb der normalen Schulzeit an Projekten (Stichwort: „Octopus“) zu arbeiten und diese auch in Wettbewerben (Stichwort: „Jugend Innovativ“) erfolgreich zu präsentieren“.

Die HTL-Braunau freut sich sehr über seine herausragende Karriere und wünscht ihm für die Erlangung des Dissertationspreises alles Gute!
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