12.04.2016, 09:24 Uhr

ZIB-Moderator zu Gast in Schalchen

Viele der Zuhörer holten sich von Tarek Leitner ein handsigniertes Buch. (Foto: privat)

Tarek Leitner las aus seinem Buch "Mut zur Schönheit"

SCHALCHEN. "Wo leben wir denn?" fragte sich Tarek Leitner am 7. April in der Freizeithalle Schalchen. Auf Einladung von Lebensraum Mattigtal hat er dabei aus seinem ersten Buch "Mut zur Schönheit" gelesen. Vor 250 Zuhörern prangerte der bekannte ZIB-Moderator die Tatsache an, dass an den Umfahrungsstraßen nicht nur große Möbelhäuser und Einkaufszentren entstehen, sondern sich auch Bäcker und Apotheken dort ansiedeln würden. Alte, schöne Orte würden so aussterben und Bauernhöfe hätten nur mehr den Zweck, auf den Dächern riesige Werbeflächen darzustellen. Laut Leitner wird in Österreich täglich die Fläche von mehr als 30 Fußballfeldern verbaut und versiegelt. Jedem Österreicher stehen 15 Meter Straße zur Verfügung, fast das Doppelte als in Deutschland. Im Anschluss stand Leitner für Fragen und der Signierung seiner Bücher zur Verfügung.

Nachtrag:

Leserbrief von Johann Huber aus Uttendorf.


Veranstaltung Lebensraum Mattigtal - wo leben wir den, am 7 April in Schalchen.

Ich war bei dieser Veranstaltung in Schalchen und kehre enttäuscht zurück. Der Vortag von Tarek Leitner war irgendwie schon interessant. Er erklärte dass zu viel verbaut wird und schob generell die größeren Straßen in den Vordergrund. Das ist meiner Meinung kurzsichtig. Ursachen sind die großen Wohnsiedlungen. Was brauchen die viele Zufahrtsstraßen und Wege, werden da nicht noch mehr landwirtschliche Flächen verbaut. Er sagte auch an vielen Ortsrändern stehen leere, den Verfall preisgegebenen Verkaufs- und Gewerbehallen. Aber er sagte nichts von den in den Orten vielen mehr leerstehenden Häusern und Geschäften. Schilder zu verkaufen oder zu vermieten, immer dasselbe. War doch früher in einen kleinen Haus eine Großfamilie mit 4 -8 Bewohner. Die vielleicht einen PKW oder gar keinen hatten und heute ist alles zu klein. Die Leute ziehen weg – wohin? Wo es Arbeit in der Nähe gibt. Was passiert mit den leerstehenden Häusern und Geschäften. Es ist ganz das gleiche wie vorher. Aber wenn man aus der Stadt mit dem AUTO herfährt, sieht man vor sich die alten Gewerbegebäude und schon hat man ein negatives Bild und schaltet ab, und im Ort nimmt man das nicht mehr war. Er sagte auch die Bürgermeister seien schuld, weil sie jeden Betrieb ansiedeln lassen. Ich frag mich was soll ein Bürgermeister tun. Keine Betriebe herlassen, keine Wohnbauten mehr zulassen? Dann ist man schnell eine Abgangsgemeinde oder ist es schon. Wenn man in Zukunft schaut, dann ist schnell der ganze Ort ein Geisterdorf. Bei den Wortmeldungen habe ich, erwähnt dass dieses mit Steuerschlüssel zusammen hängt. In der Bundesverfassung steht, dass alle Menschen gleich zu behandeln sind. Sogar Flüchtlinge. Aber es ist bei weiten nicht so. Denn das Steueraufkommen wird zurzeit nach Größe der Orte verteilt. Orte bis 10.000 Einwohner bekommen 1.33 Anteile, ab 10.000 bis 50.000 1.66 Anteile, Orte von 50.000 bis 100.000 2.00 Anteile und Über 100.000 2.33 Anteile.
Über dies Ungerechtigkeit, was meiner Meinung nach gegen die Bundesverfassung verstößt, hätte ich von Herrn Tarek eine Antwort erwartet, aber leider wurde dies von Herr Mag. Paul Stefan abgebrochen, was sehr viele mit denen ich nachher gesprochen habe, enttäuscht hat.
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