23.06.2016, 17:02 Uhr

Forderung nach Adaptierung des Ökostrom-Gesetzes

Über 100 baureife Windkraft-Anlagen hängen in der Warteschleife

EISENSTADT. Betreffend erneuerbare Energie ist das Burgenland mittlerweile ein europäischer Big Player. Allein die Energie Burgenland hat seit 2002 eine Milliarde Euro in erneuerbare Energie und die Versorgungssicherheit investiert.


Massiver Rückstau bei Förderung eingereichter Projekte


Derzeit gibt es aufgrund des Strompreis-Verfalls einen massiven Rückstau bei der Förderung bereits eingereichter Windkraft-Projekte. Aufgrund der Verfallsfrist von drei Jahren stehen allein für die Energie Burgenland Investitionskosten von rund 250 Millionen Euro oder 100 baureife Windanlagen auf dem Spiel – die geforderte Novelle des Ökostrom-Gesetzes soll Rechtssicherheit bringen – ein Forderungskatalog an den Bund wurde im Landtag beschlossen.


Hergovich: „Brauchen rasche Lösung“

„Wir brauchen relativ rasch eine kleine Novelle“, so SPÖ-KO Robert Hergovich. Konkret wird eine Streckung oder Abschaffung der Verfallsfrist für Projektanträge, eine Ausdehnung der Laufzeit für Altanlagen und ein einmaliges Zusatzkontingent vom Bund, um den Investitionsstau aufzulösen, gefordert. „Der Weltklimatag war ein Meilenstein. Diesem müssen nun Taten folgen – die Gesetztesanpassung wäre ein Schritt, derzeit gibt es Warteschlangen bis 2021“, so Umwelt-LR Astrid Eisenkopf.
„Eine kleine Novelle wäre sofort, ohne Genehmigung der EU-Kommission möglich“, kostatiert NR-Präs. Christian Illedits, der auf lange Sicht jedoch einen österreichischen Energiemasterplan, in Abstimmung mit der EU, fordert.

Gerbavsits: „Großes Marktversagen in Europa“

Die Strompreise sind zu niedrig, weil Atom- und fossilie Energie doppelt so hoch wie alternative Energie gefördert wird. So lange sich das nicht ändert, braucht auch alternative Energie Förderungen“, erklärt Michael Gerbavsits, Vorstandsvorsitzender Energie Burgenland.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.