15.06.2016, 00:00 Uhr

Betriebskostenabrechnung des Vermieters

Betriebskostenabrechnungen können bis zu drei Jahre rückwirkend überprüft und eventuelle Beträge rückgefordert werden. (Foto: fotolia/GinaSanders)

Wissen ist Trumpf – wertvolle Tipps für VerbraucherInnen aus dem Konsumentenschutz

Bis spätestens 30. Juni eines jeden Jahres muss vom Vermieter eine verständliche und nachvollziehbare Betriebskostenabrechnung erstellt werden. Je nachdem, welches Gesetz auf den Mietvertrag zur Anwendung kommt, können nur bestimmte Positionen auf den Mieter überwälzt werden.


Betriebskosten des Mieters

Gemäß dem Mietrechtsgesetz gelten als Betriebskosten die vom Vermieter aufgewendeten Kosten für
•Wassergebühren, Kosten für Überprüfung der Wasserleitung, Kosten für Hausbrunnen
•Kosten für Rauchfangkehrer, Kanal, Müll und Entrümpelung sowie Schädlingsbekämpfung
•Licht für allgemein zugänglichen Teil des Hauses (z.B.: Stiegenhaus)
•Feuerversicherung, Haftpflichtversicherung, Versicherung gegen Leitungswasserschäden
•Versicherung gegen Glasbruch und Sturmschäden, wenn die Mehrheit der Mieter zustimmt
•Auslagen der Verwaltung
•Aufwendungen für Hausbetreuung

Recht auf Einsicht

Mieter haben das Recht, Einsicht in die Rechnungen und Belege zu nehmen.
Sollte den Mietern eine nachvollziehbare Betriebskostenabrechnung fristgerecht nicht vorgelegt werden, so wird empfohlen, diese schriftlich zu beantragen. Bis zu drei Jahre rückwirkend können Betriebskostenabrechnungen überprüft werden.

Tipp:

Sollte Ihnen als Mieter oder Mieterin die Betriebskostenabrechnung nicht fristgerecht vorgelegt werden, wird empfohlen, diese schriftlich zu beantragen.

Mit freundlicher Unterstützung der
Konsumentenschutz- und Mietrechtsberatung
Beratungszeit: Mo-Fr, 8-12 Uhr
Telefon: 0576002346
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