28.05.2016, 07:30 Uhr

Mit der Malfeder von der verlassenen Heimat erzählen

Vernissage der anderen Art im Pfarrhaus Waiern: Mit Pinsel und Farbe erzählen Asylwerber von der verlassenen Heimat (Foto: KK)

Vernissage syrisch-kurdischer Künstler im Pfarrhaus Waiern.

WAIERN. Sonst ist Freitag nachmittags im 14-tägigen Rhythmus immer das „Ökumenische Begegnungscafe“ im Evangelischen Pfarrhaus Waiern – mit Kennenlernen, Freundschaft pflegen, Kaffee trinken, Deutsch lernen, Konversation üben, Lachen und Sorgen teilen … – zu Gast.

Flucht im Bild

Diesmal war das Treffen der Asylsuchenden und Einheimischen auf etwas ganz Besonderes konzentriert: Die drei syrisch-kurdischen Künstler und Brüder Yones, Refaai und Shero, die seit Monaten in Steuerberg als Asylwerber wohnen, haben über 30 ihrer bewegenden Kunstwerke ausgestellt und im Rahmen einer festlichen Vernissage präsentiert.
„Mit der Malfeder erzählen“ sie in bewegenden Bildern von der verlassenen Heimat, in starken Farben und (un)ergründlichen Formen träumen sie sich zurück und verarbeiten Flucht und Vertreibung. „Ich liebte die wunderbaren Geschichten und Farben, ich liebte die Olivenhaine und Weizenhalme, die uns umarmten“, sagt Refaai.

Ausstellung zu besichtigen

Die Ausstellung wurde von Christiane und Albin Bulfon mitinitiiert und von Pfarrer Martin Müller unter Beisein einer großen Gästeschar feierlich eröffnet. Sie ist noch bis 20. Juni im Gemeindesaal des Pfarrhauses Waiern zu besichtigen (zu den Bürozeiten Mo + Mi 9-12 Uhr, Fr 13 -16 Uhr und am Sonntag nach den Gottesdiensten ab 10.30 Uhr).
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