26.04.2016, 07:59 Uhr

Ein Weltverbesserer und sein Startup

Gerhard Roider ist ein regionaler Weltverbesserer mit globalem Weitblick.
OBERTRUM (ck). Seit vielen Jahren ist der studierte Architekt aus Obertrum nun bereits selbständiger Unternehmer und es gibt wohl kaum einen Bereich, in den er seine Fühler bisher nicht gestreckt hätte. Sich selbst nennt Gerhard Roider, der stets sehr bescheiden auftritt, einen "Techniker und Weltverbesserer" und sein Motto ist es, "die Welt ein kleines Stück lebenswerter" zu machen, indem er seine soziale Verantwortung wahrnimmt. Roiders Weitblick ist dabei regional wie international.

Regionale Schmankerl statt Junkfood

Wie viele seiner Ideen enstand auch die von "Gerds Kater" aus eigener Betroffenheit heraus. Anstatt sich selbst etwas ausgewogenes und gesundes zu kochen, griff Gerhard Roider während seiner Arbeitszeit lieber auf schnelles Junkfood zurück. Um das zu ändern, trat er mit in der Region ansässigen Betrieben in Kontakt. Die Gasthäuser füllen ihm ein Glas mit 330ml Suppen und Eintöpfen. Dabei geht es nicht um das perfekte Rezept, sondern um Nachhaltigkeit, Regionalität und die maximale Vielfalt. Der Bogen spannt sich dabei von veganen und vegetarischen Angeboten bis hin zu Gläsern mit Fleischgerichten. Wichtig dabei ist nur, dass die Lebensmittel aus der Region stammen, sie schnell zubereitet werden können und mindestens eine Woche lang haltbar sind. Viele Betriebe aus Salzburg und dessen Umgebung beziehen bereits regelmäßig die Gläser von "Gerds Kater" und bei Bedarf stellt der Inhaber auch gerne einen kleinen Kühlschrank in den Kantinen auf, die er dann immer wieder befüllt. Die Gläser nimmt er wieder zurück - immerhin ist die erneute Verwendung deutlich nachhaltiger - und die Preise für die Spezialitäten sind überschaubar. Sollte das Projekt weiter wachsen, so wird der Schöpfer der Gläser auf ökologischere Fahrradboten aus der Umgebung setzen, anstatt selbst in sein Auto zu steigen und auch über eine Expansion in andere Städte wird bei entsprechender Nachfrage bereits nachgedacht.

Sounds von Amateuren für die Welt

Ein weiteres Projekt entstand beim Aufsuchen einer Arztpraxis ohne Musikbeschallung. Vielen Ärzten und Geschäften scheint Hintergrundmusik in ihren Räumlichkeiten aufgrund der oft hohen Lizenzgebühren unleistbar. Hier soll das Projekt "moodbox" Abhilfe schaffen. Durch den preisgünstigen Mikro-Computer "RaspberryPI" soll über ein Web-Interface Musik von Amateurkünstlern gestreamt werden. Kleine Bands und Musiker werden damit unterstützt und die Betriebe sparen sich unerschwingliche Gebühren. Auf Wunsch können sogar Bilderwelten für Infoscreens zur Verfügung gestellt werden. Kontakte zu Experten für Tonanlagen vermittelt Gerhard Roider dabei mit Freude. Stundenlang könnte man noch über die weiteren Projekte, wie beispielsweise eine App als Samentauschbörse von seltenen, lokalen Variationen, berichten. Doch während man das tut, wird Gerhard Roider weitere Ideen zur Verbesserung der Welt entwickeln und man wird wohl nie mit dem Berichten fertig werden.
1
1
Einem Mitglied gefällt das:
Weitere Beiträge zu den Themen
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.