07.06.2016, 11:12 Uhr

Asylwerbende betreuen Amphibienzaun

Hamid Deler setzte sich in Faistenau für den Amphibienschutz ein. (Foto: Honar Hussein)
FAISTENAU (ck). Aufgrund eines Personalengpasses bei der Betreuung des Amphibienzauns in Faistenau, war die Idee entstanden, Asylwerbende um Mithilfe zu bitten. So wurde mit dem Flüchtlingsbetreuer Luca Kraus vom Roten Kreuz kurzer Hand ein Treffen vereinbart, wobei zwei der 15 Bewohner der Unterkunft für Asylwerbende in Faistenau zusagten, an zwei Wochentagen die Betreuung des Amphibienzauns an der Almbachstraße zu übernehmen. Hamid Deler und Honar Hussein haben den Dienst jeweils am Donnerstag und Sonntag verlässlich übernommen und insgesamt 33 Erdkröten und einen Teichmolch am Amphibienzaun aus den Fangeimern geborgen und sicher über die Straße getragen. Auch eine Blindschleiche wurde am Zaun registriert. Die Arten zu erkennen, war für die beiden Männer kein Problem, da sie diese aus ihrer Heimat im kurdischen Norden Syriens kennen.

Froschklauber in ganz Salzburg

Insgesamt waren auch heuer wieder im ganzen Bundesland rund 150 ehrenamtliche "Froschklauber" und "Froschklauberinnen" im Einsatz. Von Ende Februar bis Ende April haben sie an den 29 durch Amphibienschutzzäune und zwei per Handsammlung betreuten Wanderstrecken die Tiere sicher über die Straße gebracht. Um das Überleben der Amphibien zu sichern, waren die Helferinnen und Helfer hunderte Stunden unterwegs. Grund für die Wanderungen der Amphibien ist der Umstand, dass sie im Jahresverlauf verschiedene Lebensräume brauchen um überleben zu können. Die zunehmende Verbauung und Umweltverschmutzung macht es ihnen zusehend schwerer, dieses Bedürfnis zu erfüllen. Außerdem sind sie durch erhöhte Temperaturen anfälliger für tödliche Pilzerkrankungen.
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