14.04.2016, 15:26 Uhr

Informationsabend zum Flüchtlingsquartier Thalgau

Viele suchten den Informationsabend zum Asylquartier in Thalgau auf. (Foto: Thalgau hilft)
THALGAU (ck). In Thalgau fand ein Informationsabend statt, bei welchem über die Zeit seit der Eröffnung des Flüchtlingsquartiers Thalgau berichtet wurde. Eingeleitet wurde der Abend von Thomas Neureiter (Freiwilligen-Kordinator der Caritas Salzburg), welcher auch durch den Abend führte. Zunächst berichteten Podiumsteilnehmer. Den Anfang machte Bürgermeister Martin Greisberger, der über die Stimmung in der Gemeinde und die allgemeine Entwicklung berichtete. Hernach gab Petra Meeraus (Quartiersverantwortliche der Caritas) einen Überblick über die Entwicklung des Quartiers. Anschließend berichtete Gabriele Rupnik (Freiwilligen-Koordinatorin der Caritas der Quartiere in Thalgau und Hof) über die Freiwilligen-Arbeit. Hans Bayer (VHS Deutschlehrer und Koordinator der Deutschlehrer) erzählte über Herausforderungen des Deutschunterrichtes im Hinblick auf unterschiedliche Bildungsniveaus und die wechselnden Bewohner. Am Schluß berichtete Andrea Unterrainer noch über die Facebook-Seite „Thalgau hilft“ und gab einen Einblick in die Arbeit der Deutschpaten. Seit Juni 2015 waren zirka 240 Bewohner im Quartier untergebracht. 2 davon haben einen positiven Asylbescheid erhalten, 3 einen negativen und 10 sind wieder freiwillig in ihre Heimat zurückgekehrt. Alle anderen warten teilweise seit einem Jahr auf einen Bescheid. In der Zeit seit Juni wurden 90.000 Essen ausgeteilt - unzählige Ausflüge unternommen, Sport gemacht, gebastelt und gemalt, das Willkommensfest und der Adventmarkt durchgeführt, Konzerte und andere Gesangseinlagen gehalten. Unterstützt wurde das Projekt von etwa 200 freiwilligen Helfern. Es gibt 7 Deutschkurse mit 12 Deutschlehrern. Die ersten 7 Asylwerber haben vor kurzem die A1 Prüfung positiv absolviert. Dazu arbeiten 35 ehrenamtliche Deutschpaten mit etwa 100 Bewohnern ein bis zwei Mal in der Woche ein bis zwei Stunden, um sie beim Erwerb der deutschen Sprache zu unterstützen. Nach den Vorträgen und Informationen gab es noch die Möglichkeit, Fragen zu stellen, was vom interessierten Publikum auch in Anspruch genommen wurde. Geschlossen wurde die Veranstaltung mit einem von den Bewohnern fabrizierten Buffet und anregenden Gesprächen mit den Bewohnern.
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