09.08.2016, 00:00 Uhr

Ärger im Seenparadies

Peter Bauerstätter fürchtet, dass weitere Investitionen in unbekannter Höhe folgen und den Lasseer Erholungsgebiet-Bewohnern in Rechnung gestellt werden.
LASSEE. Einige Anrainer des Erholungsgebiets sind in Aufruhr. Fünf Straßenlaternen wurden im Lasseer Land der 14 Seen, im Erholungszentrum, aufgestellt. Dessen Bewohner wurden nicht über den Beschluss, diese errichten zu lassen, informiert, doch die Kosten haben sie nun zu tragen. Nur sie, nicht die gesamte Bevölkerung von Lassee. Denn die gesamte Siedlung ist Privatgrund, die Straßen gehören nicht der Gemeinde sondern anteilig den Parzellenbesitzern. Die Gemeinde Lassee übernimmt seit 20 Jahren per Beschluss Service wie Schneeräumung und Teichwasserkontrolle.
Die skeptischen Anrainer befürchten eine Kostenlawine auf sich zukommen, denn niemand wisse, welche Investitionen in Zukunft geplant seien. Weder werde man diesbezüglich informiert, noch hätte man Mitspracherecht, es mangle an Transparenz und Rechtssicherheit.

"Öffentliche" Privatstraße

"Laut nieerösterreichischem Straßengesetz, § 7 wird eine Privatstraße, mit öffentlichem Verkehrsbedürfnis, die seit mehr als 30 Jahren besteht, Gemeindestraße", informiert Siedlungsbewohner Peter Bauerstätter und fordert eine korrekte Abwicklung und verbindliche Antworten.
So ist aus der Sicht der Beschwerdeführer nicht klar, ob die Laternen tatsächlich auf Privatgrund stehen, wer für die Erhaltung der Straßen zuständig sei und warum die Anrainer nicht im Vorfeld über Investitionen informiert werden.
Bürgermeister Karl Grammanitsch betont: "Wir übernehmen die Serviceleistungen gerne, aber ein derartiger Verwaltungsaufwand, wie er gewünscht wird, ist bei solch geringen Summen eine unverhältnismäßig große finanzielle Belastung für die Gemeinde." Im Übrigen sei die hier diskutierte Investitionsumme nicht Gemeinderats-beschlusspflichtig und die Seensprecher wurden informiert und hätten zugestimmt, der Großteil der Siedlungsbewohner sei zufrieden. Robert Meißl, einer der 14 Sprecher argumentiert: "Ich bemühe mich seit 40 Jahren, eine Beleuchtung für das Erholungszentrum zu bekommen. Die Laternen dienen der Sicherheit, eine Debatte ist sinnlos."
Die Seensprecher werden nicht gewählt. Wer Interesse an der Funktion hat, gibt dies bei der Gemeinde bekannt. Die 14 Sprecher haben kein Stimmrecht son
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