15.07.2016, 10:23 Uhr

Eltern stellen sich hinter Kindergärtnerin

Die Mehrheit der Eltern des betroffenen Kindergartens stehen hinter ihren Pädagoginnen.
STRASSHOF. Der Fall der Vierjährigen, deren Eltern schwere Vorwürfe gegen die Kindergartenpädagogin erheben, lässt die Emotionen in Strasshof hochgehen. Während die Eltern von systematischer Schikane gegen ihrer Tochter sprechen, können viele andere dies nicht bestätigen.

Vergiftete Stimmung

Im Gegenteil: "Hier wird von einem engagierten Team hervorragend gearbeitet" empört sich Barbara Schramm-Koch über die Vorwürfe, die über den Kindergarten ihrer Tochter hereinbrechen. "Wir Eltern sind froh darüber, dass es viele Kontrollen gibt. Doch was in diesem Fall geschehen ist, führt zuweit. Durch die Vorwürfe geht den Pädagoginnen so viel Energie verloren, die dann in der Arbeit in der Gruppe fehlt", ärgert sich Daniela Eichinger, ebenfalls Mutter eines Kindes in dem Haus über die vergiftete Stimmung im gesamten Kindergarten. Sie beschreibt das Klima sonst als sehr konstruktiv. Probleme werden besprochen, Kritik angehört und angenommen.

54 Eltern pro Kiga

Die Elternbeiräte alle Gruppen starteten eine Unterschriftenliste. 54 betroffene Familien der insgesamt 71 Kinder im Haus haben trotz Ferienbetriebs innerhalb einer Woche bereits unterschreiben.
Intensiv überprüfte das Land Niederösterreich die Arbeit der betroffenen Pädagogin. Fehlverhalten konnte ihr keines nachgeweisen werden, bestätigt Marion Gabler-Söllner von der NÖ Landesregierung. "Wenn wir Eltern unsere Kinder in fremde Hände geben, können wir froh sein, wenn es so engagierte Personen sind" steht Barbara Schramm-Koch hinter "ihrem" Kindergarten-Team. Jeffery Treganza, Vater eines Kindes stimmt zu: "Wir sind traurig, dass die Pädagigin jetzt geht."
Karina Seidl

Zur Vorgeschichte

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