29.08.2016, 15:09 Uhr

Natur und Kunst im Garten

Brigitte Mahr im Spätsommergarten. "Ich liebe den Garten in jedem Monat, besonders im Novembernebel."

Vor 17 Jahren blickten die Niederösterreicher über die Thujenhecke - und entdeckten den Naturgarten.

BEZIRK. Niederösterreich ist das Land der Naturgärten. Die "Garten Tulln" lockte heuer bereits 10.000 Besucher an, im Bezirk Gänserndorf gibt es sieben Schaugärten. 14.000 Gärten haben niederösterreichweit eine Naturgarten-Auszeichnung, in unserem Bezirk sind es 654. Wir haben einen davon besucht - und in Breitstetten ein Paradies für Mensch, Pflanze und Tier entdeckt.

Wachsen lassen

Im Garten von Brigitte und Helmuth Mahr gibt es unendlich viel zu sehen. Von den wunderbaren Rosen über die Rosmarinweide und alte Obstsorten bis zum Kräuterbeet. "Ich verwöhne meine Pflanzen nicht, sie müssen schauen, wie sie zurecht kommen", lacht Brigitte Mahr. Sie und ihr Mann haben das Grundstück vor zehn Jahren erstanden, der Garten wächst und verändert sich seitdem. Weder wurde er am Reißbrett geplant, noch ist er jemals fertig, immer wieder entsteht Neues. Für nächstes Jahr ist ein Bücherkreis geplant. "Verwitterungsprozesse sind Teil der Natur", sagt Mahr.
Sie ist Gärtnerin im doppelten Sinn, denn die Breitstettnerin ist auch leidenschaftliche Kindergärtnerin und absolviert zudem die Ausbildung zur Kräuterpädagogin. Dementsprechend ist ihr Garten nicht nur "Schauraum" sondern Raum zum Spielen und Leben. Für Kinder gibt es Nischen, Sand und Donauschwemmholz zum Bauen, dazwischen wuseln Hühner, Hündin Brunhilde und Kater Caterpillar und nahe den Bienenstöcken summt es vernehmlich.
Helmuth Mahr verleiht dem Garten obendrein eine künstlerische Note. Seine Skulpturen aus Alteisen, Schwemmholz und Stein fügen sich perfekt in den Naturgarten ein.

Zur Sache

Der Schaugarten von Brigitte und Helmuth Mahr hat heuer zum dritten Mal die Auszeichnung "Goldener Igel" erhalten. Diese geht an Schaugärten von „Natur im Garten“, die die Kriterien der Aktion eine ganze Saison zur Gänze erfüllen konnten.
So muss auf Kunstdünger, Pestizide und Torf verzichtet werden, Wiesen, Wildwuchs, Komposthaufen, Kräuterbeete und vieles mehr müssen vorhanden sein. Kriterien unter www.naturimgarten.at
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