31.03.2016, 09:02 Uhr

Die Tücken des Pfeffersprays

GÄNSERNDORF (rm). Zum Thema "Wir Frauen gegen Gewalt" luden "Die Bäuerinnen" mit Bezirksbäuerin Christine Zimmermann, "Frau in der Wirtschaft" mit Dagmar Förster und "Wir Niederösterreicherinnen" mit Helga Ebner in den Festsaal der Gänserndorfer Wirtschaftskammer. Chefinspektor Andreas Bandion vom Landeskriminalamt gab wichtige Hinweise im Umgang mit Gewalt an Frauen. So erklärte er beispielsweise den Umgang mit Pfefferspray und die Gefahren bei der Benützung in geschlossenen Räumen, wo die Streuung beachtet werden muss und im Freien, wo die Windrichtung eine Rolle spielt und mit dem man sich dann selbst außer Gedecht setzen könnte. "Pfefferspray besteht aus Pfeffer und Wasser, das unter Druck gesetzt wird, sich aber nicht vermischt", erklärt Bandion. Man müsse das Gemisch daher immer schütteln, ehe man es verwende, sonst sprühe man dem Aggressor nur Wasser ins Gesicht. Und auf das Ablaufdatum sei zu achten. Der Kriminalist schwört auf ein Taschenalarmgerät, das bei Aktivierung ein grelles sirenenartiges Geräusch von sich gibt. "Das lässt alle sexuellen Gelüste verschwinden" schmunzelt er. Zahlreiche andere Tipps, die auch auf den Internetseiten der Polizei nachzulesen sind, sollten helfen, dass Gewalt an Frauen eingedämmt werden kann.
Bezirkskommandantstellvertreter Chefinspektor Gerald Reichl warnt, ebenso wie Kontrollinspektor Karl Löffler, vor allem davor, Delikte unter den Tisch fallen zu lassen. "Besonders beim sexuellen Missbrauch von Kindern, aber auch bei allen anderen Übergriffen ist die Dunkelziffer sehr hoch", stellt er fest. Dabei hat die Polizei nun das Recht, bei angeordneten Wegweisungen den Aggressor wegzubringen. "Wir sind gerne bereit, mit Informationen und jeder anderen Hilfe Ratsuchenden beizustehen", bietet Reichl an. Erreichbar ist er auf dem Bezirkspolizeikommando unter 0591333200-305.
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