20.07.2016, 10:30 Uhr

Ehrendorf: Kätzchen in Schrebergarten ausgesetzt

Angelique Anderl fand beim Spazierengehen die vier ausgesetzten, kranken und halb verhungerten Kätzchen.

Zum Verhungern und Verdursten verurteilt waren vier Kätzchen in Ehrendorf.

EHRENDORF (eju). Die Ehrendorferin Angelique Anderl traute vergangene Woche ihren Augen nicht, als sie beim Spaziergang mit ihren beiden Hunden ein halb totes schwarzes Kätzchen neben dem Spazierweg seitlich der Bundesstraße fand. Sie brachte das halb verhungerte und verwahrloste Tierchen zur Gmünder Tierärztin Katia Waitz.

Vier kranke Kätzchen

Diese wiederum riet der Tierschützerin, nochmals nachzusehen, da sie vermutete, dass es noch weitere Kätzchen geben könnte. Und tatsächlich, drei Geschwisterchen fanden sich innerhalb des Gartenzaunes eines dortigen Schrebergartens, der von den Besitzern aber nur sporadisch aufgesucht wird. Angelique Anderl schaltete die Polizei ein, da sie den Gartenzaun nicht einfach so zur Tierrettung übersteigen wollte: "Die Polizisten waren außerordentlich nett und hilfsbereit. Sie machten die Besitzer ausfindig. Diese wussten nichts von den Kätzchen, es waren auch nicht ihre. Ein Polizist half mir dann beim Einfangen der kleinen Kätzchen." Die Tiere waren offenbar ausgesetzt worden, eine Alibi-Schüssel mit vergammeltem Futter, das unter dem Zaun durchgeschoben worden war, wies darauf hin.


Katzen-Entsorgung

"Das passiert hier dauernd, der Schrebergarten-Nachbarin wurden auch immer wieder Kätzchen, einmal sogar Meerschweinchen über den Zaun geworfen", erzählt Anderl weiter. Die Nachbarin Daniela Vogl ist zufällig beim BB-Lokalaugenschein auch vor Ort und bestätigt Anderls Erzählung: "Heuer haben wir auch schon wieder kleine Kätzchen gefunden." Die beiden Frauen hegen konkrete Verdachtsmomente, wer für die Tierquälerei verantwortlich sein könnte, aber ohne handfeste Beweise könne man natürlich niemanden beschuldigen.


Halb verhungert

Das ausgesetzte Miezen-Quartett jedenfalls hatte nochmals Glück im Unglück, dass es rechtzeitig gefunden worden war, denn, so Tierärztin Katia Waitz: "Lange hätten die Kleinen nicht mehr überlebt. Sie waren krank, völlig ausgehungert und halb verdurstet." Inzwischen wurden die Kätzchen vom Tierheim Krems abgeholt. Hinweise aus der Bevölkerung, wer sich seiner überzähligen Katzen auf diese tierquälerische Art und Weise entledigt, werden bei der Polizei gerne entgegengenommen.
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