07.10.2016, 10:20 Uhr

"Das LKH Hall wird weiter wachsen"

Wolfgang Markl, der Kaufmännische Direktor des Landeskrankenhauses Hall in Tirol, als Gastreferent beim Stadtmarketing-Frühstück (Foto: Stadtmarketing Hall in Tirol)

Wolfgang Markl, der Kaufmännische Direktor des Landeskrankenhauses Hall,
als Gastreferent beim Stadtmarketing-Frühstück

HALL. Der 46jährige Wolfgang Markl ist seit achtzehn Jahren als Direktor in Hall tätig und war maßgeblich in die 2011 stattgefunden Zusammenführung der beiden Krankenanstalten, Psychiatrie und BezirksKrankenhaus, in das heutige Landeskrankenhaus Hall in Tirol eingebunden. Hier sind heute rund 1.300 Mitarbeiter in den unterschiedlichsten Bereichen beschäftigt.
Derzeitige Bauprojekte, wie die Kinder- und Jugendpsychiatrie, das Hospiz, oder das sich im Planungsstadium befindliche neue Gebäude für alle Chirurgischen Fächer, zeigen von der großen und wachsenden Bedeutung des Gesundheitsstandortes. Groß war daher das Interesse von Kaufleuten, Mitarbeitern, Wirtschaftstreibenden, Hauseigentümern und Interessierten der Haller Altstadt beim 9. Haller Stadtmarketing-Frühstück im Hotel Goldener Engel.

Nicht nur aus unternehmerischer Sicht beeindruckend sind die Zahlen, welche Wolfgang Markl, über den laufenden Betrieb zu berichten wusste. Bei einem 100-Mio-Euro-Budget liegen die Personalkosten bei 65 Mio. Euro, die Stromkosten betragen alleine 1 Mio. Euro.
Laufend muss natürlich auch in die Infrastruktur investiert werden. „Es gibt den Spruch, wenn kein Kran steht, dann wird ein Krankenhaus bald zu sperren. Unser Standort wird aber noch wachsen“, blickt Markl positiv in die Zukunft. Ein wichtiges Projekt sei dabei der Neubau für alle Chirurgischen Disziplinen bis 2019, die nördlich der Milserstraße eine neue Heimat finden werde.
Damit die Wege vom Hubschrauberlandeplatz und Schockraum sowie hin zur Diagnostik möglichst kurz und bequem für den Patienten gehalten werden können, wird in 5,5 Meter Höhe eine ca. 100 Meter lange Verbindungsbrücke über die Milserstraße entstehen. „Ich hoffe auf Akzeptanz in der Bevölkerung, dass hier ein höheres Gut als die Optik zählt“, spricht der Kaufmännische Direktor auch Bedenken wegen der Stadtansicht an. Siebzig Millionen Euro werden in diesen Neubau investiert.

Neben kaufmännischen Themen und Brauprojekten sprach Markl auch die Entwicklung im Umgang und der Versorgung der Patienten an. Heute gäbe es keine Götter in Weiß mehr und alle Mitarbeiter vom Portier über das Pflegepersonal bis zu den Ärzten seien angehalten, die Patienten als wertvolle Kunden zu behandeln. „Das Landeskrankenhaus Hall ist eine kleine Stadt in der Stadt und ich freue mich, dass die Zusammenarbeit mit der Gemeinde so gut funktioniert“, erklärte der Kaufmännische Direktor nach einer Fragerunde abschließend.
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