11.07.2016, 13:43 Uhr

Neue Kindergärten für Hall

Pfarrer Patsch und Bgm. Posch sind sich einig, dass das ehemalige Pfarrheim für die Kindergartenerweiterung genützt wird. (Foto: Stadt Hall)

In die Freude über das verbesserte Betreuungsangebot mischt sich auch Kritik an angeblich zu kleinen Grünanlagen.

HALL. Wegen der ständig steigenden Nachfrage nach Kinderbetreuung wird schon länger ein neuer Kindergarten in der Haller Lend geplant. Zusätzlich hat sich für den Kindergarten in der Bachlechnerstraße die Chance auf eine Erweiterung gegeben. Das ehemalige Pfarrheim im Altstadtpark wird künftig gänzlich für die Kinderbetreuung mit fünf Kindergartengruppen (bisher vier) und einer neuen Kinderkrippe zur Verfügung stehen. Darauf hat sich die Stadtgemeinde mit der Pfarre Hall - St. Nikolaus geeinigt. Dafür wird zusätzlich ein neues Gebäude im Westen errichtet, wodurch ein Teil des bisherigen Gartens verbaut wird. Das brachte dem Projekt aber viel Kritik ein, mehr Kinder würden auch mehr Grün brauchen und nicht weniger. Bgm. Posch (ÖVP) erklärte, in der Haller Altstadt gebe es sonst keinen geeigneten Platz, der Kindergarten sei unbedingt notwendig, und ein Teil der KInder könne ja in Zukunft im Altstadtpark spielen, wo man ein Areal vom Park abgrenzen könne. Bei der letzten Gemeinderatssitzung stimmten SPÖ, FPÖ und ein Teil der Opposition ( "Für Hall", Grüne und SPÖ) schließlich dafür. Schon im September 2017 soll die neue Kinderkrippe öffnen.

Penthouse für die Kinder

Noch mehr Kritik gab es am geplanten Kindergarten in der Lend. Die Grünanlagen seien viel zu klein, die Terrasse sei kein Ersatz für einen größeren Garten, man solle einen anderen Standort suchen, so der Tenor von "Für Hall", Grüne und SPÖ. Das ist ein unmöglicher Standort", meinte StR Barbara Schramm-Skoficz. StR Gerhard MImm (SPÖ) möchte einen anderen Standort weiter östlich mit mehr Grünland.
Bgm. Posch meinte, man könne die Terrasse so gestalten, dass sie ein Ersatz für einen größeren Garten sei, es gebe Kindergärten, wo das gut funktioniere. Zu hoffen, dass ein Grundstückbesitzer bereit wäre, ein großes Areal zu einem Vorzugspreis an die Stadt zu verkaufen, wäre reines Wunschdenken. Zu den ortsüblichen Preisen könne man sich kein größeres Grundstück leisten. Mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ wurde das Projekt schließlich beschlossen.
Link zum KOMMENTAR: Schwarz-Blau regiert in Hall
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