09.03.2016, 08:00 Uhr

Handy: Polizei hat es schwer

Auf unerwartete Situationen reagiert ein Autofahrer mit Handy am Ohr so wie ein Lenker mit 0,8 Promille Alkohol im Blut. Foto: Privat

Im Bezirk wurden im Vorjahr 138 Autolenker beim Telefonieren erwischt.

(ae). Dass Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung im Auto für den Lenker verboten ist, dürfte noch immer weitgehend unbekannt sein. Niederösterreichweit wurden im Vorjahr 21.000 Autolenker bestraft, die mit dem Handy am Ohr unterwegs waren.
Im Bezirk Hollabrunn waren es laut Bezirkspolizeikommandant Oberstleutnant Otto Schwingenschlögel 138 Lenker, die erwischt wurden. Ein teurer Spaß: 50 Euro kostet das Organmandant.

50 Euro für Handy im Auto

Wobei die Polizei es nach der aktuellen Gesetzeslage schwer hat, Handysünder zu erwischen. Im Gegensatz zu anderen Delikten müssen die Beamten die Telefonierer anhalten und das Vergehen sofort ahnden. Einfach anzeigen, wie bei anderen Übertretungen der Straßenverkehrsordnung, geht nicht. Diesen Punkt möchte der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) geändert haben.
Der VCÖ verlangt von der Bundesregierung eine Gesetzesänderung dahingehend, dass die Polizei in Zukunft auch ohne Anhaltung einen Handysünder anzeigen darf, will höhere Strafsätze und verlangt auch, dass das Vergehen „Handy am Steuer“ ins Führerschein-Vormerksystem aufgenommen wird.
Das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung beim Autofahren kann verglichen werden mit 0,8 Promille Alkohol im Blut.
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