22.03.2016, 16:26 Uhr

Zen Gärten immer beliebter

(Foto: (c) Bigstockphoto.com / stumccallum)
Japanische Gärten finden immer mehr Anklang und sind daher immer häufiger auf Privatgrundstücken oder in Stadtparks zu sehen. Auch bei buddhistischen Tempeln oder Shintō-Schreinen oder an historischen Sehenswürdigkeiten wie etwa alten Schlössern sind sie zu bestaunen. Sie drücken die japanische Philosophie und Geschichte aus. Der Zen Garten im Kare-san-sui-Stil ist in vielen Gärten zu bewundern. Es handelt sich dabei um eine Sonderform, die in vielen der berühmtesten japanischen Gärten anzutreffen ist. Bei der Form wird auf Wasser und größere Pflanzen komplett verzichtet. Großer Beliebtheit erfreuen sich auch Steingärten, welche auch in der Form einer circa 30 cm breiten Kiste angeboten werden, zum Beispiel für den Schreibtisch.

Wer hingegen Hügel bevorzugt, ist mit dem Tsukiyama-Stil besser beraten. Hier werden Berge von Steinen und kleinen Hügeln dargestellt, das Meer wird von einem Teich repräsentiert. Genaugenommen handelt es sich dabei um eine Miniaturlandschaft. Wenn man noch nicht genau weiß, welchen Zen Garten man haben möchte, dann wird man schnell im Internet fündig.

Es macht keinen Unterschied, für welchen Stil sich jemand entscheidet, die Gärten sind fast immer bis ins Detail geplant. Wer sie vollends verstehen möchte, muss lernen sie richtig zu „lesen“. Es braucht das theoretische Wissen über die Gestaltung und ebenso die Handwerkstechnik. Zudem muss sich der Gartengestalter an den Ort, an dem Garten entstehen soll, wohlfühlen. Nur so kann er die Harmonie zwischen Garten und Umgebung schaffen.

Zen Gärten bieten Besuchern viel zu entdecken. Die gleiche Anlage kann mit einem Blick aus einer anderen Perspektive einen ganz anderen Eindruck erwecken. Das lässt sich durch eine asymmetrische, dezentrale Anordnung erreichen. Holperige, unebene Wege sind ebenfalls recht beliebt und lassen den Besucher interessiert durch den Garten gehen. Nur um den Blick in eine bestimmte Richtung zu lenken werden gerade Wege angelegt.

Der oft als umgangssprachlich bezeichnete Zen Garten ist der Kare-san-sui, was auf Deutsch trockene Landschaft bedeutet. Weitere Bedeutungen sind ausgetrocknete Landschaft, unechte Landschaft, alte Landschaft oder Trockenteich. Dabei handelt es sich um einen japanischen Steingarten, der nur aus Kies, Steinen und Felsbrocken besteht. Wellenförmige Strukturen deuten das Wasser in Kies- oder Sandflächen an. Moos ist die einzige Pflanze, die bei dieser Form zum Einsatz kommt.

Zen Gärten sind besonders gut geeignet für Gärten, die eher dunkle Ecken haben, an denen sich keine Pflanzen wohlfühlen. Auf diese Weise lassen sich sogar die unwirtlichsten Flächen in echte Hingucker verwandeln. In erster Linie stellen sie aber einen Ruhepol im eigenen Garten dar, der ganz nach den eigenen Vorlieben und Stimmungen geändert werden kann. Dazu muss im Kies oder Sand einfach das Muster neu mit einem speziellen Holzrechen gestaltet werden. Die Linien sollten immer so gezogen sein, dass kein Anfang oder Ende auszumachen ist. Sie sollten sanft ineinander übergehen. Das Ziehen der Linien sorgt für Entspannung und Gelassenheit.

Zen Gärten lassen sich auch bestens auf einer Terrasse oder dem Balkon arrangieren. Miniatur-Zen Gärten sind hierfür geradezu optimal. Sie lassen sich leicht anlegen und sorgen für Entspannung. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um einen rechteckigen Rahmen, gefüllt mit Sand, Kiesel- oder Halbedelsteinen. Neue Muster lassen sich durch eine kleine Holzharke immer wieder neu erschaffen. Abgerundet werden kann der Mini Zen Garten mit einem Bonsai.
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