19.08.2016, 14:57 Uhr

Orte des Respekts

Dachverbandsbeirat Johannes Ebert BA (FH OÖ, ZeitBank-Präsentation) (Foto: Zeitbank 55+)

Zeitbank 55+ beim österreichweiten Wettbewerb nominiert

SCHLIERBACH (sta). In Österreich engagieren sich tausende Menschen für ein besseres Zusammenleben. Die Orte, an denen diese Menschen etwas Außergewöhnliches für unser Zusammenleben tun – gleichgültig ob in der Region, der Gemeinde oder in der Nachbarschaft – sind „Orte des Respekts“. Zeitbank 55+ hat sich an der Kampagne „Österreich sucht Orte des Respekts“ beteiligt. Vor wenigen Tagen wurde dem Dachverband mitgeteilt, dass die Nominierung zum „Ort des Respekts“ nunmehr erfolgte und somit die Teilnahme am Landeswettbewerb gesichert ist. Eine große Auszeichnung für „Zeitbank 55+“.

Kampagne 2016: „Österreich sucht Orte des Respekts“
Ziele der österreichweiten Kampagne sind es, einerseits Menschen auszuzeichnen, die durch Eigeninitiative und Engagement die Zivilgesellschaft nachhaltig gestalten wollen. Andererseits soll damit aber auch Mut gemacht werden, Projekte bekannt zu machen und anderen als Vorbilder zu dienen. Ein Team von Fachleuten analysiert und bewertet in den nächsten Wochen die Einreichungen.

Die Landessieger erhalten je 2.000,- Euro Preisgeld, dem Bundessieger winken zusätzlich 10.000 Euro anlässlich der Präsentation am 12. Oktober 2016 in Wien. Dazu ZeitBank-Dachverbandsobmann Fritz Ammer: „Natürlich freuen wir uns über die Nominierung. Das ist der beste Beweis dafür, dass das Modell Zeitbank 55+ Zukunft hat. Das merken wir auch am Interesse der Gemeinden, wo für dieses Jahr witere Neugründungen geplant sind“.


Das Projekt „ZEITBANK55+“
Die ZeitBank55+ ist eine organisierte Nachbarschaftshilfe, in der gegenseitige Unterstützung in Form von Zeit (Stunden) getauscht wird. Die Vereinsmitglieder versprechen sich, gemeinsam die kleinen alltäglichen Hürden zu meistern. Die Vereine sind lokal, überparteilich und überkonfessionell.

Der Blick auf die künftige soziale und gesellschaftliche Entwicklung zeigt, dass es einer grundlegenden Neubetrachtung des Zusammenlebens älterer Personen außerhalb von Heimeinrichtungen bedarf. Durch die organisierte „Nachbarschaftshilfe“ in der engeren Umgebung werden viele Tätigkeiten oft erst ermöglicht. Gerade in ländlichen Gemeinden ist das Sozialkapital noch sehr hoch.

Seit zehn Jahren versucht das Modell Zeitbank 55+ sehr erfolgreich das Miteinander zwischen den Menschen neu zu definieren. In Österreich gibt es momentan rund 40 Zeitbank 55+ -Vereine. Aber auch in Deutschland mit knapp 20 Vereinen sowie in Tschechien mit momentan zwei Clubs findet die Idee Verbreitung. Seit drei Jahren existiert auch ein Europäischer Zeitbank-Verbund.

Im Herbst 2015 war die Thematik „Zeitbank 55+“ auch Gegenstand einer umfangreichen Analyse. Ein Student der FH Oberösterreich befasste sich in seiner Bachelorarbeit sehr eingehend mit der Weiterentwicklung des Modells Zeitbank 55+
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