29.06.2016, 07:30 Uhr

Dritte Gruppe für den Kindergarten Grafenstein

Der Grafensteiner Kindergarten platzt quasi aus allen Nähten: Es gibt Platz für 50 Kinder, rund 70 wurden angemeldet (Foto: Gemeinde Grafenstein)

50 Kinder haben im zweigruppigen Grafensteiner Kindergarten Platz. Fürs neue Kindergarten-Jahr sind aber rund 70 angemeldet. Ein Zubau erfolgt.

GRAFENSTEIN (vp). In den letzten Jahren gab es im Grafensteiner Kindergarten immer wieder Überkapazitäten. Der zweigruppige Kindergarten ist eigentlich für 50 Kinder ausgerichtet. "Aber auch für das nächste Kindergarten-Jahr wurden etwa 70 Kinder angemeldet. Wir mussten reagieren. Vor allem, weil das Personal - pro Gruppe eine Kindergärtnerin und eine Helferin - am Limit ist. Zur Überbrückung mussten wir eine zusätzliche Helferin aufnehmen", erklärt Bürgermeister Stefan Deutschmann.

Gruppe für 15 Kinder

Es wurde ein Zubau beschlossen und auch genehmigt. Es geht um einen weiteren Gruppenraum und einen Schlafraum. "Die dritte Gruppe wird dann für 15 Kinder ausgelegt und ist jederzeit auf 25 aufstockbar", so Deutschmann. Die Angebote der Architekten wurden eingeholt. Der Zubau kann dann - so schnell wie möglich - auch während des Betriebes erfolgen. Deutschmann: "Zusätzlich wollen wir auch die bestehenden Räumlichkeiten leicht sanieren. Es geht da zum Beispiel um schalldämmende Maßnahmen."
Da der neue Raum dann getrennt vom Altbestand zu betreiben ist, kann dort zukünftig auch bei Bedarf ein Sommer-Kindergarten untergebracht werden.

Neue Leitung

Deutschmann rechnet mit Kosten zwischen 300.000 und 500.000 Euro. "Wir werden natürlich Förderungen aus den Töpfen Kommunale Bauoffensive und Kindergarten beantragen." Dann soll auch eine weitere Kindergärtnerin angestellt werden. "Da unsere langjährige Kindergarten-Leiterin in den Ruhestand wechselt, wird auch die Leitung neu bestimmt."

Bedarfszuweisungen gestrichen

Kürzlich mussten auch die Kindergarten-Tarife angepasst werden. "Aufgrund der sehr hohen Abgänge im Kindergarten wurden für 2016 fast 50.000 Euro an Bedarfszuweisungen nicht gewährt", so Deutschmann. Der Beitrag für die Verpflegung wurde an die tatsächlichen Kosten angepasst. Das macht 60 Euro pro Monat aus - sind pro Tag 2,75 Euro. Ein Halbtages-Platz kostet nun 145, ein Ganztages-Platz 170 Euro. In Härtefällen ist eine Reduktion des Beitrages um 10 Euro im Monat möglich.
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