06.04.2016, 08:00 Uhr

Die Klage ist noch nicht vom Tisch

Christian Peham: Der abberufene Vorstand der Stadtwerke fordert von seinem ehemaligen Arbeitgeber rund eine Million Euro (Foto: Woche/Archiv)

Erster Verhandlungstemin in Peham-Causa abberaumt. Laut Peham gab es keine Vergleichsgespräche.

KLAGENFURT. Seit Montag ist Sabrina Schütz-Oberländer Finanzvorständin bei den Klagenfurter Stadtwerken. Ihr Vorgänger Christian Peham war vergangenen Oktober als Vorstand abberufen worden. Der 48-Jährige, dessen Vertrag noch bis Ende 2017 gelaufen wäre, klagt auf Verdienstentgang, Kündigungsentschädigung, Sachbezüge und entgangene Boni – unter dem Strich beträgt die Klagssumme rund eine Million Euro. Ein für 19. Mai angesetzte Verhandlungstermin wurde von Richter Michael Müller abberaumt. "Eine weitere Klage wurde von Christian Peham gegen seine Abberufung eingebracht. Ihr ist noch kein Richter zugeteilt worden", sagt Eva Maria Jost-Draxl, Sprecherin des Zivilgericht Klagenfurt.

Keine Gespräche gegeben

Aus dem Büro von Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz wurde betont, dass man mit dem ehemaligen STW-Vorstand eine außergerichtliche Lösung anstreben will. Mit den Verhandlungen wurde Walter Grojer, Aufsichtsratvorsitzender der Stadtwerke, betraut. Er war für die WOCHE zu keiner Stellungnahme erreichbar. Von einer angestrebten außergerichtlichen Lösung will Christian Peham jedoch noch nichts mitbekommen haben. "Mit mir wurden bis zum heutigen Zeitpunkt keinerlei Gespräche geführt. Ich höre nur immer, dass die Hand der Bürgermeisterin ausgestreckt sein soll", sagt Peham.

Ermittlungen eingeleitet

Parallel zu der zivilrechtlichen Auseinandersetzung laufen auch Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft rund um die Vorkommnisse in den Gremien der Stadtwerke. Neben einen ehemaligen Aufsichtsratvorsitzenden, werden auch Maria-Luise Mathiaschitz und Christian Scheider als Beschuldigte geführt. Auslöser waren anonyme Anzeigen.
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