09.03.2016, 09:42 Uhr

"Wir fühlen uns übergangen"

Besorgte Eltern: Michaela Kühr und Michaela Kriegl mussten aus den Medien von der geplanten Schulschließung erfahren

Eltern wegen Schließung der Gutenberg-Schule erzürnt. Sie fühlen sich von der Politik hintergangen.

KLAGENFURT (mv). Die geplante Schließung der Gutenberg-Schule im Schuljahr 2019/20 erzürnt die Eltern. Sie fühlen sich von der Politik im Stich gelassen und fürchten um das Wohl ihrer Kindern. Rudi Altersberger, Präsident des Landesschulrats, kann die Sorgen der Eltern verstehen, garantiert aber, dass die Schulschließung keine Auswirkungen auf die Betreuung der Kinder haben wird.

Gebrochene Versprechen

Die Eltern mussten aus den Medien erfahren, dass die Gutenberg-Schule geschlossen wird und sind nun von der Politik enttäuscht. "Nach der Landtagswahl hat man uns versprochen, dass die Schule weiter bestehen wird. Man hat erklärt, dass es Inklusionsklassen in der Gutenberg-Schule geben wird und Kinder aus anderen Schulen dort unterrichtet werden", sagt Michaela Kühr, deren zehnjähriger Sohn in der Gutenberg-Schule unterrichtet wird. Michaela Kriegl hat eine elfjährige Tochter in der Schule und kritisiert, dass die Kinder in ein neues Schulkonzept gedrängt werden. "Warum muss man eine Bildungseinrichtung schließen, die gut funktioniert. Ich habe Sorgen, dass das Konzept der Inklusionsklassen unsere Kinder überfordert", sagt Kriegl.

Betreuung bleibt gleich

Im Landesschulrat kann man die Sorgen der Eltern durchaus verstehen. "Ich verstehe die Ängste der Eltern. Wir haben uns zum Konzept der Inklusion verpflichtet. Alle Kinder sollen den Zugang zur selben Schule haben", sagt Altersberger und verspricht: "An der Betreuung der Kinder wird sich nichts ändern."
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