10.05.2016, 11:30 Uhr

"Steig ein!": 122 Minuten täglich im Verkehr

Setzen sich für eine P+R-Anlage in Strebersdorf ein: Bürgermeister Günter Trettenhahn (Bisamberg), Walter Bergolth und Gemeinderat Peter König (Langenzersdorf).

Serie Teil 2: Arbeiterkammer NÖ zeigt in aktueller Studie, dass seit 2014 erstmals mehr als die Hälfte der NÖ-Arbeitnehmer pendelt. Zahlen und Strategien im Bezirk.

BEZIRK KORNEUBURG. Die AKNÖ untersucht bereits seit 25 Jahren im Fünfjahresrhythmus die Entwicklung der Pendlerzahlen.
Aktuell pendelt mehr als die Hälfte der berufstätigen Nieder-österreicher in einen anderen Bezirk oder in ein anderes Bundesland in die Arbeit – doppelt so viele, wie bei der ersten Untersuchung. Nur ein Viertel findet einen Arbeitsplatz in der Wohngemeinde.

Lage im Bezirk

Hätten Sie sich gedacht, dass jeder Weinviertler täglich unglaubliche 122 Minuten im Straßenverkehr verbringt? Dieses Ergebnis liefert die aktuelle Media Analyse. Besonders davon betroffen sind die Pendler, die täglich ins Auto oder in den Zug steigen, um zur Arbeit zu pilgern. Nur 17,2 % der Menschen im Bezirk Korneuburg arbeiten in ihrer Wohngemeinde, weitere 19,7 % arbeiten im eigenen Bezirk. Mehr als die Hälfte, 63,1 %, pendelt zur Arbeit in einen anderen Bezirk (14 %) oder direkt nach Wien (49,1 %).
Während 17.403 Menschen auspendeln, kommen 9.758 zum Arbeiten in den Bezirk. Diese "Einpendler" kommen in erster Linie aus Wien, sowie den Bezirken Hollabrunn, Mistelbach und Tulln.

Umstieg leichter machen

Um den Umstieg auf Öffis leichter zu machen, werden Park+Ride-Anlagen errichtet. In der Bezirkshauptstadt wird die Infrastruktur sogar erweitert. Auf der Südseite der Bahn wird eine Anlage Platz für rund 105 Pkws schaffen.
Während man sich hier über zusätzliche Stellplätze freuen kann, kämpft man in Strebersdorf seit 25 Jahren vergebens darum. Damals initiiert von Bezirksrat Walter Bergolth, wird die Initiative nun auch von Bisamberg und Langenzersdorf unterstützt. "Das wäre für uns eine sehr attraktive Umsteigemöglichkeit", sind sich Bürgermeister Günter Trettenhahn und Gemeinderat Peter König einig. Denn es würde den Pendlern vor allem eines ersparen – jede Menge Geld: In Strebersdorf endet die Kernzone 100. Wer darüber hinaus fährt, muss eine weitere Zone bezahlen. Ein Umstieg in Strebersdorf würde also rund die Hälfte der Bahn-Kosten ersparen.

Nächste Woche: Wer ist schneller – Bahn oder Auto?

Zur Sache: Für die Pendler stehen im Land NÖ derzeit mehr als 36.000 Pkw- und 23.000 Zweirad-Stellplätze auf Park+Ride-Anlagen an Bahn- und Busbahnhöfen zur Verfügung.
Zahl der Arbeiter 2014 im Bezirk Korneuburg: 19.937 (+5,2% zu 2009). Auspendler: 17.403 (+6,1%). Einpendler: 9.758 (+10%).

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Gewinnfrage 2: Wie viele Park+Ride-Plätze (Pkw + Zweirad) gibt es aktuell in Niederösterreich?
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