27.07.2016, 11:43 Uhr

Endlich wieder ein Nahversorger im Ort

Inhaber Franz Unfried, Marktleiterin Eva Eisenhut, Bürgermeisterin Magdalena Batoha und Kammerobmann Peter Hopfeld.

Leobendorf ist überglücklich – nach der Zielpunkt-Pleite eröffnete nun der neue Spar-Markt.

LEOBENDORF. Er ist hell, freundlich, modern und bei heißen Temperaturen auch angenehm kühl – der neue Spar-Markt in Leobendorf. Als dieser vergangene Woche eröffnet wurde, war es für die Marktgemeinde ein ganz besonderer Tag, war man doch seit der Zielpunkt-Pleite und dem Zusperren des Supermarktes völlig ohne jeglichen Nahversorger.

Heimlich "geschaut"


"Das erste Mal bin ich inkognito in den Markt gegangen, um mir alles anzuschauen", erzählt Inhaber Franz Unfried lächelnd. "Das war damals der Tiefpunkt. Ich hab mir gar nicht vorstellen können, aus dem alten Zielpunkt einen attraktiven, zeitgenössischen und modernen Markt zu machen."
Unfrieds absolutes Highlight: Die ersten Gespräche mit den ehemaligen Zielpunkt-Mitarbeitern. "Da habe ich gemerkt, wie sehr sie ihre Kunden und auch ihren Arbeitsplatz schätzen. Und sie waren Feuer und Flamme für das neue Projekt. Jetzt sind sie richtige Sparianer."

Produkte aus der Region


Sechs ehemalige Zielpunkt-Mitarbeiter wurden übernommen, auch Marktleiterin Eva Eisenhut. Jetzt kümmert sich ein 17-köpfiges Team um die Einkaufwünsche der Leobendorfer, die nun, nach dem großen Umbau, auf 600 m² Verkaufsfläche aus einer großen Produktpalette schöpfen können.
"Regionale und saisonale Produkte anbieten zu können, das ist mir sehr wichtig", erklärt Franz Unfried, der auch die Spar- und Eurospar-Märkte in Korneuburg und Stockerau betreibt. So finden sich in den Regalen in Leobendorf Weine von zehn Winzern der Region, ein Bauer aus Unterzögersdorf liefert Bio-Knoblauch und ab dem nächsten Jahr auch Bio-Erdbeeren, der Spargel kommt von Malafa, Sirupe und Burgkracherl von Wagner aus Rückersdorf und die Eier werden in Zaina ausgebrütet.

Große Erleichterung


Die macht sich jetzt auch bei Bürgermeisterin Magdalena Batoha breit: "Eine 3.000 Einwohner-Gemeinde war auf einmal ohne Nahversorger. Jetzt haben wir einen Grund zu feiern und einzukaufen."
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