31.08.2016, 11:55 Uhr

Spiegel zufrieden mit "seinen" Bergrettern

Konrad Hohlrieder, ehemaliger Chef der Bergrettung Auffach, und Hermann Spiegl (re.), Landesleiter der Tiroler Bergrettung, auf der Gressenstein Alm. (Foto: Silberberger)
WILDSCHÖNAU. Am Samstag war Landesleiter Hermann Spiegl (Tiroler Bergrettung) zu Gast bei Konrad Hohlrieder auf der Gressenstein Alm. Die Beiden vereint nicht nur die Hilfe in den Bergen, sondern auch die vielen gemeinsamen Jahre mit der Hundestaffel.

Bei einem gemütlichen Plausch auf der Hütte, wurde eifrig über die aktuelle Situation der Tiroler Bergrettung diskutiert. Dabei zeichnete Hermann Spiegl ein durchaus positives Bild vom Ist-Zustand der Bergrettung. Er sei mit der Unterstützung seitens des Landes zufrieden, meint Spiegl, das sei nicht immer so gewesen, es fehlte immer wieder an finanziellen Möglichkeiten. Nun aber scheint man sich im Land über die enorm wichtige Bedeutung der Tiroler Bergrettung voll bewusst zu sein.

Auch die Zusammenarbeit mit dem Tiroler Tourismus funktioniere gut, freut sich der Landesleiter, auf dessen Rat und Kommando über 4.000 Bergretter hören.

Keinerlei Probleme gibt es beim Nachwuchs der Bergrettung. Der hohe Ausbildungsstand der neuen Rettungsleute auf der Jamtalhütte ist beinhart und fordert jeden. In dieser Hinsicht hat sich vieles geändert, sagt auch Konrad Hohlrieder, der früher die Bergrettung Auffach leitete. Hier kommen nur Leute zum Zug, die all diese Hürden schaffen.

Ein besonderes Anliegen von Hermann Spiegl ist die Lawinenhunde-Staffel der Tiroler Bergretter. Hier hat sich in den letzten Jahren unheimlich viel getan, weiß der Hundeführer aus eigener Erfahrung. Mensch und Hund werden bei der Ausbildung auf enorme Belastungen getestet, nur die Besten kommen für die Hundestaffel der Bergrettung infrage.

Besonders erfreulich zeigt sich Hermann Spiegl über die gute Zusammenarbeit mit den Südtiroler Kollegen, hier habe sich in den letzten Jahren vieles zum Guten gewendet. Die Bergretter des Trentino, Südtirol, Ost- und Nordtirol arbeiten eng zusammen und stimmen sich regelmäßig ab.

Und zum Schluss gab es noch Lob von Hermann Spiegl für die Bergrettung Auffach. Die Frauen und Männer haben sich ein ganz spezielles „GPS-System“ einfallen lassen. Aufgrund der häufigen Sucheinsätze speziell im Winter im Bereich des Schatzberges, hat man zu einem einfachen Mittel gegriffen: An den Bäumen der unwegsamen Gräben, die immer wieder Ski-und Snowboarder „anlocken“, und letztendlich für riskante Suchaktionen -– meistens in den Abendstunden – sorgen, hat man in regelmäßigen Abständen Markierungstafeln mit Namen und Nummer angebracht. So kann der Verunfallte exakt seinen Standort bekannt geben.
Auch Ideenreichtum der jeweiligen Ortsstellen ist gefragt und einer der Schwerpunkte die dem Landesleiter am Herzen liegt, am Beispiel Auffach ist dies bestens gelungen.
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