12.04.2016, 11:12 Uhr

Erleichterungen für Unternehmen durch Arbeitsgruppe des Landes

Durch die Zusammenfassung von drei Reform-Initiativen sollen Unternehmer besser unterstützt werden (Foto: M. Gapfel / pixelio.de)

Landesamtsdirektion, WK Kärnten und IV Kärnten sollen bis Herbst 2016 Maßnahmenkatalog für straffe, die Unternehmer besser unterstützende Regelungen erarbeiten

Bessere Unterstützung für Unternehmer, Wirtschafts- und Industrietreibende will das Land Kärnten. „Um der anhaltenden Kritik an bürokratischen und gesetzlichen Regelungen konstruktiv zu begegnen, sollten alle Beteiligten konstruktiv mögliche und sinnvolle Verbesserungen ausarbeiten. Deswegen habe ich eine Projektgruppe unter der Leitung der Landesamtsdirektion mit Vertretern des Landes, der WKK und der IV initiert, die nun bis Herbst einen entsprechend straffen Maßnahmenkatalog ausarbeiten und die Umsetzung der Maßnahmen in weiterer Folge vorantreiben“, so Landeshauptmann Peter Kaiser.

Miteinanger statt gegeneinander

Es geht darum, Kärnten Schritt für Schritt zum unternehmerfreundlichsten Bundesland zu machen. „Wir müssen verstärkt partnerschaftlich – miteinander statt gegeneinander – unsere Kräfte und unser Wissen bündeln, um Kärnten auch wirtschaftlich weiter nach vorne zu bringen. Es geht dabei auch darum, die Balance zwischen Unternehmerfreundlichkeit, Mitarbeiterschutz, Umweltschutz und strategische Landesziele für die Zukunft zu finden“, sagt Kaiser.

Die drei Reform-Initiativen „Wirtschaftsstandort Kärnten und Anlagenverfahren“, „Verwaltung meets Wirtschaft“ und die „Arge Funk-Bericht“ werden in der Projektgruppe zusammengefasst. Die Ziele reichen von Verwaltungsvereinfachung, Verfahrenseffizienz in Betriebsanlageverfahren, über die Einrichtung einer Plattform zum Austausch über aktuelle Fragen bei der Kooperation zwischen Wirtschaft und Verwaltung bis hin zu Weiterentwicklung von verwaltungsinternen Prozessen, Kooperation, Wissensmanagement, Transparenz und Koordination.

Zur Diskussion stehen bereits folgende Vorschläge:

- Die Durchforstung aller landesrechtlichen Regelungen auf bürokratische Hemmnisse und Verbesserungsvorschläge
- Eine gemeinsame Abwicklung von Bau- und Betriebsanlagengenehmigungen in allen Kärntner Gemeinden
- Die Installierung eines Verfahrenskoordinators/-Coaches mit klar geregelten Kompetenzen
- Der Einsatz von Allroundsachverständigen in BHs
- Ein verstärkter Einsatz von Nichtamtlichen-Sachverständigen
- Die Erstellung eines digitalen Betriebsanlagenregisters mit Verknüpfung zum Gewerberegister
- Die Erlassung einheitlicher Standards zur digitalen Erfassung, Bearbeitung Weiterleitung, Erledigung, Akteneinsicht und Archivierung elektronisch eingereichter Projektunterlagen im Anlagenrecht.
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