03.05.2016, 11:44 Uhr

Generali baut Zentrale in Linz um

Das markante Gebäude der Generali an der Donau wird adaptiert. (Foto: Generali)

Die Prämienentwicklung der Generali Oberösterreich befindet sich auf stabilem Niveau, insgesamt gesehen gab es von 2014 auf 2015 jedoch keine Zuwächse. Grund dafür sei laut Unternehmensleitung, dass bei der Lebensversicherung die Variante mit dem Einmalerlag weggefallen ist.

LINZ. Die Generali-Zentrale am Adalbert-Stifter-Platz in Linz wird komplett umgebaut. "Es wird in den Büroräumen ein offenes und gemeinsames Arbeiten forciert", sagt Reinhard Pohn, Regionaldirektor für Oberösterreich und Salzburg. "Zusätzlich wird der Kunden- vom Mitarbeiterbereich getrennt. Neu wird auch ein Gravity-Point – eine Cafeteria, in der informelles Arbeiten möglich sein wird", so Pohn. Pro Stockwerk werde eine halbe Million Euro investiert, die Generali belegt fünf Stockwerke des Gebäudes.

Größtes Wachstum bei Krankenversicherung

Bei der Prämientwicklung ist die Generali stabil: Insgesamt lag das Prämienaufkommen im Vorjahr bei 329,535 Millionen Euro – im Jahr 2014 waren es 329,601 Millionen Euro. Die Unternehmensführung rechtfertigt diese Stagnation damit, dass seit März 2015 bei den Lebensversicherungen keine Verträge mit Einmalerlag abgeschlossen werden. In anderen Versicherungsbereichen gab es Steigerungen. "In der Schaden-/Unfallversicherung erhöhte sich das Prämienvolumen um 1,6 Prozent auf 204,8 Millionen Euro, bei der Krankenversicherung lag es mit 35,4 Millionen Euro um 4,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahres", erklärt Pohn. Ein Wachstum von 60 Prozent – auch wenn in absoluten Zahlen noch relativ gering – konnte das Unternehmen bei den Berufsunfähigkeitspensionen verzeichnen. Für 2016 hat sich die Generali ein Plus von zwei Prozent bei den Unfall- und Krankenversicherungen vorgenommen.

Schwierige Situation bei Staatsanleihen

Grundsätzliche Herausforderungen seien das geringe Wirtschaftswachstum und die schwierige Zinslage. Vor allem Staatsanleihen seien nicht mehr profitabel. "Immobilien werfen noch Zinsen ab, bei den Staatsanleihen gehen wir wegen der schwierigen Situation in höher verzinste Staaten wie Spanien oder Italien. Aber zum Glück haben wir auch noch länger laufende Anleihen", sagt Arno Schuchter, Generali-Vorstand für Vertrieb und Marketing.

Digitale Strategie forciert

Grundsätzlich forciert werde künftig eine digitale Strategie und der Vertrieb. So werden einerseits im heurigen Jahr für Oberösterreich 35 Kundenbetreuer aufgenommen. Der Vertrieb wird künftig digital unterstützt, sodass nicht mehr unbedingt ein face-to-face-Kontakt zwischen Kunde und Betreuer nötig ist. Zusätzlich wird die neue Website der Generali in Kürze gelauncht, auf der die Kunden eine noch bessere Übersicht über ihren Schadensstand und ihre Produkte haben. "Die Technologie alleine wird es aber nicht schaffen. Die hochwertige Beratung ist nach wir vor zentral", erklärt Pohn. Es sei wichtig, dass der Kunde trotz aller Möglichkeiten, die das Internet biete, verstehe, was er kaufe.
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