21.03.2016, 10:08 Uhr

Hypo OÖ widmete sich dem "Wirtschaftsfaktor Fußball"

ÖFB-Präsident Leo Windtner, Anna Kleissner, Paul Breitner, HYPO-Generaldirektor Andreas Mitterlehner (v.l.). (Foto: Hypo)
OÖ. Fußball, die schönste Nebensache der Welt, stand am Donnerstagabend im Mittelpunkt der Investment Gespräche der HYPO Oberösterreich. Fußball-Weltstar Paul Breitner, Volkswirtin Anna Kleissner und ÖFB-Präsident Leo Windtner diskutierten angeregt die wirtschaftlichen Aspekte des weltweit beliebtesten Mannschaftsports. HYPO-Generaldirektor Andreas Mitterlehner konnte mehr als 400 Gäste zu dieser Diskussion im Palais des Kaufmännischen Vereins in Linz begrüßen.


Bei aller Begeisterung für den Sport werde oft übersehen, welche wirtschaftliche Kraft der Fußball habe, so Volkswirtin Anna Kleissner. Alleine in Österreich erziele der Fußball eine jährliche Wertschöpfung von fast 700 Millionen Euro. Extremen Nachholbedarf hätte Österreich allerdings bei den Investitionen in die Sportstätten. Jährlich würden, so Kleissner, nur 57 Millionen Euro in die Fußball-Infrastruktur investiert werden. Das sei viel zu niedrig.

ÖFB-Präsident Leo Windtner sprach sich vehement für eine Infrastrukturoffensive in den österreichischen Fußball aus. Die österreichischen Stadien seien weder für Familien noch für die Vertreter Wirtschaft attraktiv, ein Fußballspiel zu besuchen. Österreich habe hier extremen Aufholbedarf. Ohne attraktive Stadien werden es die österreichischen Clubs in Zukunft schwer haben, wirtschaftlich zu reüssieren. Er hege allerdings Hoffnungen in den neuen Sportminister, dass hier auch die Öffentliche Hand Geld in die Hand nehme, so ÖFB-Präsident Leo Windtner.

Stadion als "Vergnügungspark"

Deutschland habe die Weltmeisterschaft 2006 massiv genutzt, um in die Infrastruktur der Stadien zu investieren, so Fußball-Weltmeister Paul Breitner. Damit sei der Fußball auf einen neuen Level gehoben worden. Denn die Fußballstadien in Deutschland seien, so Breitner, mittlerweile richtige Vergnügungsparks. Rund um die 90 Minuten Fußball werde in den Arenen jede Menge geboten. Der Besuch eines Fußballspiels in Deutschland sei mittlerweile ein Familienereignis.

Rund 35 Prozent der Besucher seien Frauen. Weil das gelungen sei, habe der Fußball in Deutschland eine goldene Zukunft vor sich, so Paul Breitner. Er untermauerte dies auch mit Zahlen. Die deutschen Fußballfans hätten im vergangenen Jahr rund 11 Milliarden Euro für den Fußball ausgegeben. Fußball habe es in Deutschland geschafft, im Mittelpunkt der Gesellschaft zu stehen, so der Markenbotschafter des FC Bayer München.
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