30.07.2016, 09:20 Uhr

GKI: Krafthaus-Bau geht in die nächste Phase

Anlieferung (Foto: GKI)

Der Einbau der 800.000 Euro teuren und jeweils 35 Tonnen schweren Fertigteile erfolgt in den kommenden Tagen. „Damit liegen wir beim Bau des Krafthauses voll im Zeitplan – die Betonarbeiten im Untergrund in unserer 18 Meter tiefen Krafthausbaustelle sind somit weitgehend abgeschlossen“, erklärt Projektleiter Ing. Klaus Schretter.
In den nächsten Wochen werden sich die Bauarbeiten auf den Hochbau des Krafthauses und auf die Erstellung des Unterwasserkanals fokussieren.

PRUTZ. In der Nacht auf den 26. Juli wurden die Turbinenspiralen für das zukünftige Krafthaus in Prutz angeliefert. Die Turbinenspiralen sind schneckenförmige, gekrümmte Rohre, über die die Wasserzufuhr zu den beiden Francis-Turbinen erfolgt. Diese Rohre müssen enormem Druck standhalten. In der Fertigung wurden sie deshalb mit 32 Bar auf Dichtheit und auf die ausreichende Festigkeit getestet. Das entspricht dem Druck, der in 320 Meter Wassertiefe herrscht.
Der Einbau der 800.000 Euro teuren und jeweils 35 Tonnen schweren Fertigteile erfolgt in den kommenden Tagen. „Damit liegen wir beim Bau des Krafthauses voll im Zeitplan – die Betonarbeiten im Untergrund in unserer 18 Meter tiefen Krafthausbaustelle sind somit weitgehend abgeschlossen“, erklärt Projektleiter Ing. Klaus Schretter.
In den nächsten Wochen werden sich die Bauarbeiten auf den Hochbau des Krafthauses und auf die Erstellung des Unterwasserkanals fokussieren. In den vergangenen Tagen wurde bereits mit der Baugrubenumschließung des Unterwasserkanals begonnen. Hier wird das Wasser zukünftig unterirdisch vom Krafthaus zurück in den Inn fließen. „Damit die Bauarbeiten den Schulbetrieb in der nahe gelegenen Neuen Mittelschule nicht stören, werden sich die Maßnahmen auf die schulfreie Ferienzeit konzentrieren“, so Schretter.
Aufgrund der Größe der beiden Turbinenspiralen startete der Transport aus Udine bereits am 20. Juli. Der Sondertransport mit den jeweils drei Meter hohen, acht Meter breiten und neun Meter langen Bauteilen wurde über Tarvis, Klagenfurt, Graz, Wien und Salzburg und schließlich über die Inntalautobahn durchgeführt. Alle kürzeren und direkteren Routen waren für die LKWs aufgrund der Überbreite nicht möglich. Die Fertigung der Stahlbauteile erfolgte, wie schon bei den im März angelieferten Saugrohren, im Auftrag des Turbinenlieferanten Voith Hydro GmbH & Co KG bei der Fa. Pelfa in Buia in der Nähe von Udine. Insgesamt liefert Voith dem GKI Kraftwerkskomponenten in einem Gesamtwert von 10 Millionen Euro.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.