05.10.2016, 08:25 Uhr

Mangel an Jugendangeboten

Vor allem der Ort Pasching steht in der Kritik. (Foto: Gemeinde)

Gemeinde Pasching steht exemplarisch für den gesamten Bezirk.

PASCHING (wom). So wertvoll Linz-Land dank seiner zahlreichen Firmen für die Jugend in punkto Lehrstellen und Arbeitsplatz ist, so dürftig sieht es beim Angebot für junge Leute in Sachen Freizeitgestaltung aus. "Ich lebe gerne in Pasching, doch es fehlen, nicht nur bei uns, die Ausgehmöglichkeiten für die Jugend. Linz ist die Alternative", sagt Lehrlingsredakteur Marco Haderer aus Pasching. Auch die öffentliche Verkehrsanbindung sei laut dem Lehrling nicht optimal. "Im Jugendbereich hat Pasching noch viel Potenzial. Beginnend bei den vor allem im Ort Pasching suboptimalen Angeboten des öffentlichen Verkehrs bis hin zu fehlenden In-Lokalen abseits großer Einkaufszentren", betont Gemeinderat Peter Öfferlbauer. Im Ortsteil Wagram gäbe es mit dem "chillout" zwar ein Jugendzentrum, jedoch könne dieses nicht den Bedarf einer 7500-Einwohnergemeinde abdecken, zumal die Wege dorthin mitunter weit sind. "Es müssten zusätzlich in sämtlichen Ortsteilen 'chill areas' eingerichtet werden, die die Jugendlichen begrenzt selbst verwalten und gestalten können", sagt Öfferlbauer. Zudem fordert der Jungpolitiker auch zeitgemäße Sportflächen für die Jugend.

Öffentlicher Verkehr

"Eine Baustelle ist und bleibt die speziell im Ort Pasching nur unzureichend ausgestaltete Verkehrsanbindung. Nicht nur dass der Ortsteil nicht Bestandteil der Kernzone ist, sind auch die Fahrplanzeiten ein Problem", sagt Öfferlbauer. Um 19 Uhr verkehren viele Linien hier gar nicht mehr. Auch zu Nacht- und damit Fortgehzeiten sei man als junger Mensch, was den öffentlichen Verkehr in manchen Ortsteilen anbelangt, nicht versorgt. Hier könnte man laut Öfferlbauer mit der Einführung eines "Partybusses" Abhilfe schaffen.

Von W-Lan bis zum SV Pasching 16

Auch wenn es in der Gemeinde im Jugendbereich noch viel zu tun gibt, so wurde über die vergangenen Jahre doch schon so manches umgesetzt. So wurde im Vorjahr auf Antrag der Jungen Gemeinde etwa ein gratis W-Lan im Freibad installiert. "Bei der Neugestaltung des Ortsplatzes in Langholzfeld wurde gratis W-Lan bereits mit eingeplant", freut sich Gemeinderat Peter Öfferlbauer. Gemeinsam mit Mitstreitern hob er den SV Pasching 16 aus der Taufe, damit die Paschinger Jugendlichen wieder einen Fußballverein in der Gemeinde haben, bei dem sie auch spielen können. "Jugendpolitik funktioniert in Pasching, wie auch andernorts, nur Schritt für Schritt", betont der junge Gemeindepolitker. Um die Jugend zu vernetzen und Ideen und Wünsche auszutauschen, wurde auf Facebook zudem auch eine eigene Seite "Junges Pasching" angelegt.
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