Endometriose: Jede sechste Frau ist betroffen

Wolfgang Stummvoll warnt davor, dass Endometriose oft mit normalen Menstruationsbeschwerden verwechselt wird. | Foto: BHS
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Der Diagnose „Endometriose“ geht zumeist ein sehr schmerzvoller Leidensweg voraus. Jede sechste Frau ist von dieser Erkrankung betroffen.

Gebärmutterschleimhaut wuchert außerhalb des Organs und die Folgen sind meist krampfartige hartnäckige Schmerzen während der Menstruation, chronische Entzündung und auch Kinderlosigkeit. Experten aus dem deutschsprachigen Raum tauschen nicht nur vom 25. bis 27. April 2013 im Palais Kaufmännischer Verein beim 10. Endometriosekongress Erfahrungen aus, sie laden auch Betroffene und Interessierte am 26. April 2013 von 14 bis 18.30 Uhr zu einem Patientinnenkongress.

Noch vor wenigen Jahren war die Krankheit „Endometriose“ selbst den betroffenen Frauen kaum bekannt. Symptome wie etwa heftige Schmerzen im Unterleib während der Regelblutung, Rückenprobleme oder Unfruchtbarkeit werden leider immer noch leichtfertig als „Menstruationsbeschwerden“ abgetan. Durchschnittlich liegen zwischen dem Auftreten der ersten Beschwerden und der Diagnosestellung zehn Jahre. Der Leidensweg ist oft enorm. „Aufklärung und Information für die betroffenen Frauen ist uns daher sehr wichtig und bildet mit dem Patientinnenkongress einen eigenen Schwerpunkt beim 10. Endometriosekongress in Linz“, sagt Peter Oppelt, Kongresspräsident und Leiter der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Landes- Frauen- und Kinderklinik Linz.

Entstehung ist unklar

„Endometriose ist eine gutartige Erkrankung, gekennzeichnet durch das Einwachsen von Gebärmutterschleimhaut an nicht dafür vorgesehenen Stellen, wie zum Beispiel im Bauchraum, an den Eierstöcken, Eileitern, aber auch in der Scheide, im Darm oder sogar in der Lunge“ beschreibt Wolfgang Stummvoll, 2. Kongresspräsident und emeritierter Primarius am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz, das Krankheitsbild.

Diese versprengte Schleimhaut sorgt an den befallenen Stellen für eine chronische Entzündung, Wucherungen, hartnäckige Schmerzen und auch Kinderlosigkeit. Es können bei starkem Befall Organstrukturen zerstört werden. Endometriose ist hormonabhängig, tritt daher nur im Alter zwischen Pubertät und Wechseljahren auf. Etwa jede sechste Frau in Mitteleuropa ist betroffen. Trotz intensiver Forschung ist die Entstehung der Endometriose bis heute unklar.

Programm am Patientinnenkongress

Das Programm beim Patientinnenkongress umfasst einerseits Information und Aufklärung:
„Was muss ich über Endometriose wissen?“
„Was tun bei Kinderwunsch?“

Andererseits erhalten Betroffenen hilfreiche Tipps:
„Welche Hilfe gibt es vom Staat?“
„Warum ist eine REHA sinnvoll?“

Zudem gibt es eine eigene Gesprächsrunde nur für Männer: „Wie gehe ich als Partner mit Endometriose um?“

Das genaue Programm finden Interessierte auf www.endometriose2013.com

Der Patientinnenkongress findet am Freitag, 26. April 2013 von 14 bis 18.30 Uhr im Palais Kaufmännischer Verein in Linz statt. Die Tageskarte für den Patientinnenkongress kostet 85 Euro.

Wolfgang Stummvoll warnt davor, dass Endometriose oft mit normalen Menstruationsbeschwerden verwechselt wird. | Foto: BHS
Peter Oppelt, Kongresspräsident und Leiter der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Landes- Frauen- und Kinderklinik Linz. | Foto: gespag
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