17.04.2016, 08:04 Uhr

30 Jahre nach dem Supergau: Melk trennen nur 114 Kilometer

Landesrat Stpehan Pernkopf blickt besorgt auf die Atomkraftwerke in den benachbarten Ländern. (Foto: Weinfranz)
BEZIRK MELK. Am 26. April 2016 jährt sich der schreckliche Reaktorunfall von Tschernobyl bereits zum 30. Mal. Dabei wurde eine Fläche elf Mal so groß wie Niederösterreich radioaktiv belastet und 600.000 Menschen einer starken Strahlenbelastung ausgesetzt. Die Gefahr einer neuerlichen Katastrophe liegt direkt vor der Haustür. Die Bezirkshauptstadt Melk trennen lediglich rund 100 Kilometer zu den beiden tschechischen Atomkraftwerken in Dukovany (114 Kilometer) sowie Temelin (129).
"Trotz der ,Jubiläen‘ der schweren Reaktorunfälle in Tschernobyl und Fukushima haben manche Länder noch immer nicht die Notwendigkeit erkannt, der Atomenergie den Rücken zu kehren. Wir haben mit dem ,Nein zum AKW-Zwentendorf‘ genau das gemacht und bewiesen, wie die Energiewende gelingen kann“, betont Umwelt-Landesrat Stephan Pernkopf das klare Nein Niederösterreichs zu Atomkraftwerken. Seit wenigen Monaten deckt Niederösterreich seinen Strombedarf zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien.
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